Zahlreiche Veränderungen beim genossenschaftlichen Geldinistitut in der Bahnhofstraße
Sparda-Bank mit Doppel-Spitze

Tanja Hochholzer, die neue Filialleiterin der Sparda-Bank in Weiden, mit (von links) CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch, Aufsichtsrat Franz Popp, Vorstand Johannes Lechner, Filialleiter Dieter Holub, OB Kurt Seggewiß sowie (von rechts) Helmut Fastner sowie Vorstand Michael Gruber. Bild: Wilck

Es ist noch kein Abschied. Doch er deutet sich an: In zwei Jahren tritt Dieter Holub, seit 30 Jahren Leiter der Filiale Weiden der Sparda-Bank Ostbayern, in den Ruhestand. "Wir leisten uns den Luxus eines sanften Übergangs, benennen schon jetzt mit Tanja Hochholzer seine Nachfolgerin. Sie ist zum 1. Juli zur Filialleiterin bestellt", erklärt Sparda-Vorstand Michael Gruber

Mit seinem Stellvertreter Alfons Stangl gehört Direktor Holub zum "Urgestein" der Sparda, die 1986 die Filiale Weiden eröffnete. 1987 wies die "Mannschaft der ersten Stunde", damals stellten die Bahn-Bediensteten der Großteil der Kunden und Mitglieder, eine Bilanzsumme von 15 Millionen Euro aus. Im vergangenen Jahr lag diese bei 200 Millionen Euro. "Eine großartige Leistung."

Beratung verstärkt


Damit diese Leistung auch in einem geänderten Umfeld möglich ist, gab es auch räumliche und organisatorische Änderungen erläuterte Gruber beim Empfang in der Schalterhalle: Die Filialräume wurden von bisher zwei Etagen auf einer Ebene im Erdgeschoss konzentriert. Den durch den Abbau der Kasse frei werdenden Platz nutzt ein weiteres Beratungsbüro. Die Sparda erweiterte die SB-Zone und installierte zusätzliche Ein- und Auszahlungsautomaten.

Die Entwicklungen im Bankensektor gingen schnell voran. Zinsniveau, vor allem aber die Digitalisierung und die verordnete Regularik stellten die Geld-Institute und Genossenschaften vor gewaltige Herausforderungen und Aufwand, erläuterte Vorstand Johannes Lechner. Auch die Anforderungen der Kunden und Mitglieder veränderten sich. "Sie wollen für alltägliche Bankgeschäfte keine Zeit opfern, fordern jedoch bei Baufinanzierung, Vorsorge und Vermögensbildung qualifizierte Beratung durch hochkompetente Ansprechpartner." Die Sparda-Filiale habe sich angepasst, nicht nur räumlich.

"Auch unsere Beratungs- und Öffnungszeiten entsprechen künftig den Wünschen unserer Kunden", betonte Lechner. Die Berater stehen von Montag bis Donnerstag von 8 bis 19 Uhr und am Freitag von 8 bis 15 Uhr zur Verfügung. Seit Juni leicht zurückgenommen sind hingegen die Servicezeiten (Montag und Dienstag von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 8.30 bis 12.30 Uhr, am Donnerstag und Freitag wie gewohnt). Der Bedarf für Beratungsleistungen, zum Beispiel für Baufinanzierungen oder Vorsorge, steige immens, begründete Lechner die Neuausrichtung. Die Berater sind auch online "buchbar".

Gleichzeitig verzeichne die Bank einen signifikanten Rückgang in der Nachfrage von einfachen Bankdienstleistungen vor Ort. "Als Folge der Digitalisierung regeln unsere Kunden einfache Geschäfte wie Zahlungsvorgänge selbst und kommen daher deutlich weniger in die Filiale."

Die stets gute Zusammenarbeit der Stadt Weiden mit der Sparda-Bank (Sparda-Stadion) unterstrich Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Das genossenschaftliche Geldinstitut sei in Ostbayern eine "große Nummer". Es habe die richtigen Konzepte, um auch weiterhin die Kunden gut bedienen zu können. Sparda-Bank und die Eisenbahner-Familie gehörten zusammen wie der Wind und das Meer, betonte Aufsichtsratsmitglied Franz Popp. "Diese Bank hat den Tatendrang und den Spirit."
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