Theater
"Wilde Kathy" gebändigt

Kultur
Weiding
29.12.2015
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Es ist nicht einfach im Haus, wenn sich die Oma mehr Sorgen um den Fortbestand der Familie und des Hofes macht als der Jungbauer selbst. Aber mit List und Schlitzohrigkeit wird alles in die passende Bahn gelenkt. Und selbst Goliath ist dabei kein Hindernis.

Wenn Oma Theresia (Carola Bauer) ihren Enkel, den Jungbauern Martin (Alfred Ferstl) drängt, dass eine junge Bäuerin auf den Hof kommen soll, ist sie grundsätzlich um die Zukunft des Hofes besorgt. Sie und der Altknecht Florian (Michael Schwarz) haben dabei aber auch ein eigenes Interesse, denn mit dem was ihnen die Jungmagd Kreszenz (Sabrina Stoiber) täglich auf den Tisch stellt, sind sie nicht mehr zufrieden.

Frischer Wind


Deshalb ergreift Theresia selbst die Initiative und mit Liesbeth (Bianca Schneider), einer jungen Haushälterin, kommt der erwartete frische Wind auf den Hof. Auch Martin ist von Liesbeth angetan und - wenn auch etwas schüchtern - gestehen sich beide ihre Zuneigung. Leider muss aber Martin zur Kenntnis nehmen, dass seine Auserwählte erst heiraten darf, wenn ihre Schwester Kathy verheiratet ist. Damit scheint für beide der Weg einer gemeinsamen Zukunft verbaut, denn die allseits bekannte "wilde Kathy" (Katharina Bock) hält gar nichts von Mannsbildern und auch scheint keiner den Mut zu haben, mit ihr anzubandeln. Martin, der Jungbauer, bespricht dieses Dilemma mit seinem Knecht Michel (Sebastian Stoiber). Dieser wiederum verspricht Martin, dass er um die Hand von Kathy anhalten will, schließlich möchte er eine temperamentvolle Braut.

Antrag mit Hürden


Ganz verwirrt zeigte sich Kathy von Michels Heiratsantrag, stellte ihm aber zu dessen Annahme vor die Hürde, dass er Goliath, den wildesten Stier in Kathys Stall, bändigen muss. Am ganzen Körper lädiert von diesem ungleichen Duell geht Michel als Sieger hervor. Somit steht einer gemeinsamen Zukunft von Michel mit Kathy und zugleich von Martin und Liesbeth nichts mehr im Weg.

Ein volles Haus gab es bei der Premiere am 2. Weihnachtsfeiertag und am darauffolgenden Sonntag. Wer diese Aufführungen verpasst hat, sollte die nächsten nicht versäumen und sich die weiteren Termine für dieses Lustspiels vormerken. Diese sind im Saal des Jugendheims im neuen Jahr am Samstag, 2., Sonntag, 3. und Dienstag, 5. Januar; Beginn jeweils um 19.30 Uhr.

Der Theaterverein hat diesen bäuerlichen Schwank mit Unterstützung der Landjugend auf die Bühne des Jugendheims gebracht. Einstudiert unter der Regie von Fritz Lindmeier und Josef Ebenhöch zeigten alle Akteure, dass diese Tradition in Weiding gelebt wird und sie seitens der Bevölkerung mit Besuch und Beifall Anerkennung erhalten. Hinter den Kulissen kümmerten sich Martina Dirscherl, Julia Bock und Amelie Herrmann um die passende Maske der Spieler; Andreas Horn fungierte als Tontechniker und Souffleur.
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