Errichtung eines Bauhofes und energetische Sanierung des ehemaligen Schulhauses
Bauhof und Schule: Hohe Kosten

Eine energetische Sanierung des 1962/63 erbauten ehemaligen Schulgebäudes, dass bei der zurückliegenden Dorferneuerungsmaßnahme im Außenbereich neugestaltet wurde, wird trotz hoher Kosten diskutiert. Vorsorglich wird eine Förderung beantragt. Bild: gl
Politik
Weiding
03.05.2016
54
0

Mit den Planungen zur Errichtung eines Bauhofes und der energetischen Sanierung des ehemaligen Schulhauses waren es schwierige und kostenträchtig Probleme, mit denen sich der Gemeinderat zu befassen hatte. Die Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan (Bericht folgt) brachte dagegen keine Probleme mit sich.

Nach einer Ortsbesichtigung begrüßte Bürgermeister Manfred Dirscherl neben Ehrenbürger und Altbürgermeister Hans Wirnshofer den Architekten Christian Schönberger und Kämmerer Josef Maier. Architekt Schönberger stellte seinen Planentwurf für einen Bauhof vor, dessen Zufahrt verbreitert werden müsse. Das Bauwerk enthält neben einem Büro und dem Sozial- und Heizungsraum eine Werkstatt und eine Garage sowie ein Streusalz-Silo. Neben einem überdachten Bereich sind auch ein Waschplatz, drei Stellplätze und mehrere Materialboxen und eine Fundamentierung der Außenbereiche vorgesehen.

Rund 845 000 Euro


Bei Massivbau-Außenwänden ist der Dachbereich als Holzkonstruktion geplant; dafür ist auch ein Brandschutzkonzept erforderlich. Der Innenbereich wäre auch für Veranstaltungen nutzbar und mit der Hackschnitzelheizung könnte auch das danebenliegende ehemalige Schulgebäude versorgt werden. Die Gesamtkosten einschließlich Ausbau und Außenbereich würden letztlich 845 000 Euro betragen, die bei Eigenleistungen auf 815 000 Euro reduziert werden könnten.

Neben einem gegebenen Bedarf ging es in der anschließenden Diskussion um eine Reduzierung der Kosten und der Baumaßnahmen sowie die Suche nach einer Fördermöglichkeit. Dies auch im Blickfeld auf die Kosten für die anstehende Ertüchtigung der Kläranlage und den Breitbandausbau. Auch auf eine kommunale Zusammenarbeit, wie beim Winterdienst wurde hingewiesen. Schließlich wurde beschlossen den Bauvorentwurf bei der Genehmigungsbehörde einzureichen und die Baumaßnahme später eventuell anzupassen. Der nächste Tagesordnungspunkt, die Beantragung der Förderung von einer energetischen Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes, hatte es kostenmäßig ebenfalls in sich. Wie Architekt Christian Schönberger dazu ausführte, wäre eine Förderung nur bei einer kompletten Dämmung möglich.

Weitere 630 000 Euro


Er hinterfragte den Effekt der Dämmung der Außenwände gegenüber dem Betrieb einer Hackschnitzelheizung, die im geplanten Bauhof angedacht ist. Dazu wären die Erneuerung der Fenster mit entsprechenden Dämmwerten, ein Sonnenschutz und eine Deckendämmung erforderlich wie auch der Austausch der Leuchtkörper. Einschließlich von Maßnahmen zur Barrierefreiheit wäre ein Aufwand von 630 000 Euro, abzüglich Förderung erforderlich. Obwohl dieser Aufwand der derzeitigen Gebäudenutzung nach Auflösung der Grundschule im Jahre 2007 nicht entspricht, wurde beschlossen, eine Sanierung im Auge zu behalten und eine Förderung zu beantragen.

Nach den Haushaltsberatungen ging es erneut um das Angebot vom Stadtplanungsbüro "u.m.s." zur interkommunal abgestimmten Reaktivierung von Wohnungsreserven im Bereich der LAG Brückenland Bayern Böhmen. Bei zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, dass die Gemeinde bei Kosten von 200 Euro und aus Solidarität zu den weiteren Gemeinden, das Angebot annimmt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.