Gemeinderat bringt Haushalt auf den Weg
Finanzen mit genug Spielraum

Weiding ist derzeit mit 494 Bewohnern die kleinste Gemeinde im Landkreis Schwandorf. Die Gemeinde ist seit 2008 schuldenfrei und verfügt über beträchtliche Rücklagen. Bild: gl
Politik
Weiding
04.05.2016
64
0

Seit acht Jahren steht Weiding ohne Schulden da. Zusätzlich verfügt die Gemeinde über ein solides Finanzfundament von fast einer Million Euro an Rücklagen. Doch heuer wird sich das Polster deutlich reduzieren.

Ein schuldenfreier Haushalt seit dem Jahre 2008 und stattliche Rücklagen von insgesamt 969 029 Euro waren die positive Ausgangsbasis bei der Haushaltsberatung in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates. Obwohl die Einwohnerzahl im Vorjahr um 3 gestiegen ist, bleibt Weiding mit 494 Bewohnern weiterhin die kleinste Gemeinde im Landkreis Schwandorf.

Kämmerer Josef Maier hatte dem Gremium neben einem Vorbericht auch die Haushaltszahlen vorgelegt, die später mit 685 000 Euro im Verwaltungshaushalt und 705 000 Euro im Vermögenshaushalt einstimmig beschlossen wurden. Aus den Unterlagen ging hervor, dass sich die Rücklagen heuer auf 636 810 Euro reduzieren werden, trotzdem aber noch viel Spielraum für anstehende Maßnahmen bleibt. Bei einer Gemeindeflur von 2242,98 Hektar und knapp 15 Kilometern Gemeindestraßen gelten Steuerhebesätze von 350 Prozentpunkten für die Grundsteuer A sowie 320 Prozentpunkten für Grundsteuer B und Gewerbesteuer.

Im neuen Etat sind im Verwaltungshaushalt Ausgaben für Grund- und Hauptschulen von 38 500 Euro, Kindergarten und Kinderkrippe mit 32 300 Euro, Gemeindestraßen von 101 000 Euro sowie eine Unterdeckung von 21 550 Euro für die Abwasserbeseitigung und 11 500 Euro für die Wasserversorgung enthalten. Hier stehen in nächster Zeit Gebührenanpassungen an. Bei etwa gleichbleibenden Einnahmen in den Grundsteuern wurden für die Gewerbesteuer 25 000 Euro angesetzt, als Anteil an der Einkommensteuer 194 000 Euro sowie 229 950 Euro für die Schlüsselzuweisung.

Als Ausgaben stehen 181 300 Euro für die Kreisumlage und 64 050 Euro für die Verwaltungsumlage im Zahlenwerk. Im Vermögenshaushalt schlagen 37 500 Euro für die Sanierung der Setterlkapelle, etwa 200 000 Euro für die Errichtung eines Bauhofes, etwa 50 000 für Erhalt und Planung für die Kläranlage sowie 50 000 Euro für die Breitbanderschließung zu Buche. Die Gesamtkosten fallen nach der ebenfalls beschlossenen Finanzplanung nach der Realisierung in den Folgejahren an. Bei der Beratung wurden die Veränderungen zum Vorjahr betrachtet und schließlich Kämmerer Josef Maier für seine ausführliche Information gedankt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.