Schützentalent Miriam Herrmann bei der Deutschen Meisterschaft
Mit Tipps von Medaillenträgern

Miriam Herrmann, ganz konzentriert kurz vor dem Wettkampf. Das Nachwuchstalent des Schützenvereins "Einheit" Weiding nahm zum zweiten Mal an der Deutschen Meisterschaften teil. Bilder: dl (2)
Sport
Weiding
16.09.2016
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Das Shooty-Cup-Team des Oberpfälzer Schützenbundes mit (vorne, von links) Miriam Herrmann, Paul Rumpler, Andreas Köppl und Michael Berg. Stefan Rinke, Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes für den Bereich Jugend, verfolgte den Wettkampf.

Bei der Deutschen Meisterschaft der Schützen legte auch ein Nachwuchstalent des Vereins "Einheit" Weiding an. Miriam Herrmann hatte sich bereits zum zweiten Mal für den Wettkampf in München qualifiziert. Dort traf sie auch einen Olympiasieger.

"Es ist schön, dass unsere intensive Jugendarbeit auch in sportlicher Hinsicht Früchte trägt", freute sich die Weidinger Jugendleiterin Martina Herrmann. Sie sah es als Herausforderung, dem Nachwuchs ein unterhaltsames Programm und ein effektives Training trotz recht begrenzter Mittel zu bieten.

Von Abordnung begleitet


Umso größer ist die Freude, wenn sich ein Eigengewächs für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Dies war Miriam Herrmann auch im Vorjahr schon gelungen. Zum Wettkampf nach München wurde das Mädchen, die amtierende Bayerische Meisterin des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB) ist, von einer Abordnung des Schützenvereins begleitet.

Miriam Herrmann hatte als einzige weibliche Schülerin des Landesverbandes im Wettbewerb "Luftgewehr 3-Stellung" die Qualifikation zur Bundesmeisterschaft geschafft. Sie startete für Tannenzweig Sollbach, zeigte diesmal allerdings Nerven und lag mit 549 Ringen weit unter ihrer normalen Leistung. Kadertrainerin Christa Weigl zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Schülerin auch 2017 die Oberpfalz wieder vertreten wird.

Noch zwei Tage vorher war Miriam Hermann beim "Shooty-Cup" die beste Luftgewehr-Schützin der OSB Mannschaft gewesen. Aus 20 Landesverbänden schossen die besten Schülerteams mit Luftgewehr und Luftpistole mit prominenten Nationalkaderschützen um Geldpreise und Sachpreise. Das Team des OSB kam mit Paul Rumpler (180), Miriam Herrmann (184) und den Pistolenschützen Michael Berg (176) und Andreas Köppl (173) auf einen hervorragenden neunten Platz. Nur drei Ringe fehlten, um in das Finale mit den Spitzenschützen einzuziehen.

Top-Athleten hautnah


Christian Reitz, amtierender Olympiasieger, die Silbermedaillengewinnerin Monika Karsch und die Olympiateilnehmer Oliver Geis, Selina Gschwandtner und Michael Janker, sowie weitere Top-Athleten des Deutschen Schießsports waren hautnah zu erleben. Sie gaben den Jungschützen nicht nur Autogramme, sondern auch Tipps und ermutigende Worte mit auf den Weg.

Die Abordnung des Schützenvereins feuerte ihr Mitglied beim Wettkampf engagiert an. Der OSB hatte als Anlaufstelle für die Schützen und Gäste ein Betreuungszelt unter Führung von Vizepräsidentin Herta Zeiler auf dem Schießgelände eingerichtet. Informativ war auch die Fachmesse auf dem weitläufigen Olympiagelände in München, wo besonders die elektronischen Schießstände in den Fokus rückten. Besonders interessant fanden die Weidinger die Messeneuheit der Firma Meyton: Ein Infrarot-Messrahmen, der mit den neuen Licht- als auch von den herkömmlichen Luftgewehren/-pistolen und sogar mit Kleinkaliber-Waffen verwendet werden kann.

Auch die Software des elektronischen Schießstandes, an dem sich Wettbewerbe ohne großes Fachwissen programmieren lassen, punktete bei der Delegation. Die Weidinger waren überzeugt, dass dieses System nicht nur die Jugend begeistern könne. Nun bleibt nur noch die Suche nach Sponsoren.
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