Mit Nachbar leichter zu verkraften
Weiding und Stadlern setzen auf Kooperation

Diese hölzernen Begrenzungspfosten an der Straße von Weiding nach Kagern haben bald ausgedient. Sie werden durch neue Modelle mit Reflektoren ersetzt, hat der Gemeinderat beschlossen. Auch für den Winterdienst stehen neue Modelle im Raum. Bild: gl
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Weiding
11.03.2016
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Diese hölzernen Begrenzungspfosten an der Straße von Weiding nach Kagern haben bald ausgedient. Sie werden durch neue Modelle mit Reflektoren ersetzt, hat der Gemeinderat beschlossen. Auch für den Winterdienst stehen neue Modelle im Raum. Bild: gl

Leitpfosten für die Straße nach Kagern, neue Rinnen an der Fahrbahn in Preißhof. Diese Posten sind kaum Sprengstoff fürs Budget. Anders sieht es bei der Kläranlage aus. Neben Fördertöpfen hat die Gemeinde deshalb gleich für mehrere Aufgaben eine Kooperation mit der Nachbar-Kommune im Visier.

Insgesamt 18 Tagesordnungspunkte hatte der Gemeinderat bei der Sitzung abzuarbeiten, die diesmal im Gasthof "Zum Frauenstein" stattfand. Zunächst wurde beschlossen, zu einer Rinnensanierung an der Gemeindestraße in Preißhof Angebote einzuholen. Zustimmung gab es für die Ausstattung der Gemeindeverbindungsstraße Weidin-Kagern mit neuen Leitpfosten. Eine Investition, die lebensrettend sein kann, so der Tenor im Gemeinderat. Deshalb sollen nun Angebote für die etwa 70 Ersatzpfosten mit Reflektoren eingeholt werden. Zur Debatte stand auch die Sanierung der Heizung im Lehrerwohnhaus. Langfristig gebe es hier die Möglichkeit zum Anschluss an eine Hackschnitzelheizung. Bis es so weit ist, will man bei einem vorhandenen Kamin eine vorübergehende Lösung zum Beheizen der Wohnung anpeilen.

Noch Rücklagen


Geschäftsleiter Matthias Jeitner informierte über die Jahresrechnung 2015 und legte aktuelle Zahlen vor: Der Verwaltungshaushalt beläuft sich demnach auf 656 510 Euro bei einer Zuführung an den Vermögenshaushalt von 8551 Euro. Der Vermögenshaushalt schließt mit 147 166 Euro bei einem Überschuss von 58 519 Euro ab. Die Rücklagen betragen 996 926 Euro. Am Montag, 18. April, soll um 20 Uhr im Schönseer Rathaus die Rechnungsprüfung durch den Gemeinderat erfolgen, beschloss das Gremium.

Offene Ohren fanden die Zuschussanträge für Jugendförderung im Vereinssport. Aus dem Haushaltsansatz von 1500 Euro wurden dem Schützenverein "Einheit" für die Betreuung von zehn Jungschützen 500 Euro bewilligt. Für die Spielgemeinschaft Schönseer Land mit acht Jugendlichen aus dem Gemeindebereich gab es 360 Euro und für den SC Weiding 500 Euro.

Weiteres Thema bei der Sitzung war die Räum- und Streupflicht. Bürgermeister Manfred Dirscherl wies darauf hin, dass Grundbesitzer für schnee- und eisfreie Gehwege sorgen müssen. Die Betroffenen werden von der Verwaltung darauf hingewiesen und informiert. Danach ging es um eine Festlegung der künftigen Räumstrecken für den Winterdienst. Geplant ist eine Ausschreibung gemeinsam mit der Gemeinde Stadlern. Dabei soll es bei den bisherigen Routen des Landkreises bleiben. Für Strecken, die ein Lkw nicht räumen kann, wird noch nach einer Lösung gesucht.

Der Bürgermeister berichtete noch von einer weiteren Absprache mit dem Stadlerner Bürgermeister Gerald Reiter: Bei umfangreichen Vorhaben sollen sich die Bauhöfe gegenseitig aushelfen. Für die Errichtung eines Bauhofes ist derzeit eine öffentliche Förderung nicht in Sicht, ohne diese Mittel könne das Projekt nicht realisiert werden, hieß es bei der Sitzung. Die Gemeinde will deshalb weiter nach entsprechenden Fördertöpfen suchen.

Was eine gemeinsamen Kläranlage mit Stadlern betrifft, gibt es nach Mitteilung des Ingenieurbüros Schönberger derzeit ebenfalls keine Fördermöglichkeiten. Nachdem die Pläne, die das Büro Pledl vorgelegt hat, für die kleine Gemeinde finanziell nicht zu verkraften seien, suche man nun mit Hilfe des Ingenieurbüros Kramer eine tragbare Lösung zur Nachrüstung.

Zwei Hotspots möglich


Besser sieht es beim schnellen Internet aus. Für den Breitbandausbau wurden dem Gemeinderat neue Pläne zur Ausschreibung vorgelegt: Die Wirtsmühle soll aus Richtung Schönau/Tiefenbach erschlossen werden. Bei einer Bausumme bis 800 000 Euro ist mit einer Förderung von 80 Prozent zu rechnen, darüber hinausgehende Ausgaben wären von der Gemeinde zu tragen. Deshalb werden die Ausschreibungen abgewartet um den Umfang eventuell zu deckeln. Auch besteht die Möglichkeit, zwei Hotspots im Gemeindebereich einzurichten.
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