Große Beuys-Ausstellung im Amberger Kongresszentrum
Erste Exponate eingetroffen

Der Oberbürgermeister und die Sponsoren durften am Mittwoch schon mal einen Blick auf die ersten Exponate werfen (von links): Markus Bauer (Autohaus Widmann), Werner Pettinger (Gewerbebau), Sandra Hofmann (Amberger Congress Marketing), Martin Hösl (Danhauser Baustoffe), Leihgeber Marian von Korff, Michael Cerny, Lothar Höher (OTV), Dieter Meier (Sparkasse Amberg-Sulzbach), Maximilian Hahn (Stadtbau), Dr. Stephan Prechtl (Stadtwerke), Ilona Stadler (Medienhaus Der neue Tag) und Franz Mertel (Amberger Congre
Kultur
Weigendorf
13.07.2016
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Synonym für die Energie der Natur: Die Capri-Batterie.
Amberg: ACC |

Ein "Narrischer" sei das gewesen, sagt ein älterer Herr, als er am Plakat für die neue Ausstellung im ACC vorbeigeht. In der Stadt macht sich allmählich der Geist des umstrittenen Weltkünstlers Joseph Beuys breit.

Die berühmte Capri-Batterie lässt grüßen: Ein paar Monate vor seinem Tod hat Beuys eine gelbe Glühbirne in eine Zitrone gesteckt. "Nach 100 Stunden Batterie auswechseln", schrieb er auf die Kiste, in der er sein Kunstwerk verpackt hat. Genie oder Wahnsinn? Darüber dürfen die Besucher der neuen Kunstausstellung im Kongresszentrum in den nächsten Wochen trefflich diskutieren. Am Montag, 25. Juli, öffnet die Schau mit 150 Exponaten des 1986 verstorbenen politischen Aktionskünstlers, Bildhauers, Grafikers und Kunsttheoretikers aus Krefeld. Die ersten Ausstellungsstücke sind am Mittwoch in Amberg angekommen - darunter die Capri-Batterie, die es in einer Auflage von 200 Stück gibt, oder auch die leere Holzkiste mit dem Titel "Intuition" (12 000 Exemplare). Beuys' Idee war es dabei, diese Kiste als Gebrauchsgegenstand zu nutzen, die Intuition sollte zur möglichen Füllung mit einem neuen Sinn führen.

Zur Verfügung gestellt hat die Objekte die Korff-Stiftung mit Sitz im oberbayerischen Ilmmünster. Leihgeber Marian von Korff warb für eine unvoreingenommene Herangehensweise an Beuys' Werk. "Man muss sich mit den Objekten beschäftigen, eintauchen in das Schaffen des Künstlers", sagte von Korff. Dazu rief auch Oberbürgermeister Michael Cerny auf. "Beuys war eine polarisierende Persönlichkeit", erklärte der Rathauschef. "Aber Kunst darf polarisieren. Sie soll zur Diskussion anregen, bis hin zu der Frage: Was ist eigentlich Kunst?" Die Schau wird in sieben Teilbereiche gegliedert sein und dabei einen Querschnitt der wichtigsten Aktionsfelder des Künstlers zeigen. Die meisten Ausstellungsstücke treffen erst am Samstag, 23. Juli, in Amberg ein. "Das wird ein stressiges Wochenende für uns", schwante Sandra Hofmann vom Kongresszentrum schon jetzt.

Alle weitere Informationen zur Schau im Internet: www.onetz.de/themen/joseph-beuys

AusstellungsreiheDie Serie von überregional bedeutsamen Kunstausstellungen im ACC startete das 1997 mit Picasso. Es folgten Dali (2000), Goya (2002), Hundertwasser (2004), Chagall (2006), Miró (2008), Rückschau in die Moderne (2010), Warhol (2012) und Picasso (2014). Die Besucherzahlen lagen jeweils zwischen 12 000 und 15 000. Einen Ausreißer gab es bei der Hundertwasser-Schau mit mehr als 30 000 Gästen. (upl)


Öffnungszeiten


Montag bis Sonntag 11 bis 19 Uhr
Donnerstag und Freitag 11 bis 20 Uhr

Eintritt


Erwachsene 7 Euro
ermäßigt und Gruppen 6 Euro

Schüler, Studenten,
Auszubildende, Schwerbehinderte 5 Euro

Schulklassen (pro Person)
1 Begleitperson frei, 3 Euro

Familienkarte
2 Erwachsene, Kinder (bis 17 Jahre) 17 Euro

Kinder bis 6 Jahre frei

Öffentliche Führungen


Donnerstag + Freitag 18.00 Uhr
Samstag + Sonntag 14.00 + 16.00 Uhr

3 Euro zuzüglich Eintritt

Gruppenführungen


Nur nach Voranmeldung (bis max. 30 Personen pro Führung)

Montag bis Freitag (zzgl. Eintritt) 50 Euro
Samstag/Sonntag (zzgl. Eintritt) 60 Euro
Gruppenführungen für Schulklassen (zzgl. Eintritt) 30 Euro

Buchungsanfragen an acc@amberg.de
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