Nordischer Folk mit dem Trio Strömkarlen im Patchwerk
Geschichten von Göttern, Helden, Krieg und Seefahrt

In der Gruppe Strömkarlen haben sich (von links) Guido Richards, Christina Lutter und Stefan Johanssen zusammengetan, um nordische Folkmusik zu machen. Bild: fm
Kultur
Weigendorf
01.03.2016
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Oed. Die mächtige Lyrik der isländischen Edda mit ihren Sagen und Heldengedichten hat das Trio Strömkarlen vertont und dem nordischen Folk ein hörenswertes Kapitel angefügt. Ob schwermütig oder temperamentvoll - der besondere Klang dringt tief in Seele und Gemüt.

Vor der Kleinkunstbühne im Patchwerk hatte sich ein dem Musikstil verbundenes Publikum versammelt. Unter dumpfem Brummen und wallenden Nebeln sprangen der blonde Nordschwede Stefan Johansson, die zierliche Christina Lutter und der lockere Guido Richards zu ihren Instrumenten und stellten sich in einem verhaltenen Lied vor.

Nach mehr als zehn Jahren auf der Bühne suchten sie neue Wege und stießen auf die isländische Sagenwelt. Mündlich überlieferte Geschichten von Göttern, Helden, Krieg und Seefahrt lieferten ihnen die Inspiration zu urtümlicher Folkmusik. Vor den Stücken schickten die Musiker jeweils eine Beschreibung des Inhalts voraus. Im lockeren Gespräch der drei Künstler erfuhren die Zuhörer von Tragödien und Geschehnissen, die der Gesang - vorwiegend durch Christina Lutter - auf Altisländisch nur erahnen ließ. Die Gitarre von Stefan, die Geige von Christina und der Kontrabass von Guido harmonierten bestens. Geheimnisvolle Klangtupfer wurden mit Bodhran, Tin-Whistle, Drehleier und Blechflöte eingewoben. Je nach der besungenen Geschichte erklangen schwermütige Läufe, drohende Kampfweisen oder liebliche Zwischenspiele. Die düstere Walpurgisnacht konnte man sich genauso vorstellen wie den Kampf mit den Elementen Sturm und Meer oder den übernatürlichen Kräften der Götter.
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