Den Ort verschönern

Lokales
Weigendorf
08.11.2014
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Wo drückt dem Bürger der Schuh? Eigentlich fast nirgends, wie die wenigen Anfragen und Anregungen bei der Bürgerversammlung bewiesen. Lediglich die Unklarheit über die Abwassergebühren sollte endlich beseitigt werden.

Bürgermeister Reiner Pickel hieß viele Bürger im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses willkommen. Dann gab er eine kurze Einleitung mit Zahlen über die Kommune. So haben bei den 1220 Bewohnern die Männer eine leichte Übermacht, während die Frauen einen höheren Altersdurchschnitt aufweisen. Die Verschuldung hält sich mit 1,392 Millionen Euro (je Einwohner 1108 Euro) in Grenzen, sagte Pickel. "Heuer wurde etliches getilgt." Bei Investitionen war man sparsam.

LED-Beleuchtung kommt

Bei der Straßenbeleuchtung kommt das LED-Zeitalter mit 131 Lampen in den Ort. Erfreulich war die Anerkennung des Ortsteils Haunritz und ihrer Bewohner beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" mit dem 3. Platz im Bezirksbereich. Weniger gut ging es der Mittelschule (gemeinsam mit Pommelsbrunn), die zum Schuljahresbeginn dicht machte. Aber wenigstens bleibt für den Grundschulteil und Sportbetrieb die Turnhalle erhalten, die im Verbund mit Pommelsbrunn energetisch aufgemöbelt wurde. Beim Blick in die nahe Zukunft steht die Breitbandversorgung an erster Stelle; hier können alle Ortsteile in den nächsten zwei Jahren mit Anschlüssen rechnen. Auch das Hochwasserschutzkonzept kommt im Bereich Weigen- und Högenbach langsam in Fahrt, während beim Etzelbach die Nachbarkommune auf ihrem Gebiet mitmachen sollte. Schon in Arbeit ist eine Verbesserung des Fünf-Flüsse-Radwegs von Westen her; hier kommt es zu einer Verbreiterung des "Bahnwegs" von Hartmannshof nach Oed.

Die Gebührenfrage

Bei "Feuer frei" für die Bürger drängte ein Bürger auf Klarheit bei den Abwassergebühren, die laut Bescheid "vorläufig" seien. Er wolle wissen, wie sich der Anschluss an die Kläranlage Hersbruck finanziell auswirkt und ob mit Nachforderungen zu rechnen sei. Der Bürgermeister wies auf die laufende Aufbereitung der Daten hin, die abzuwarten ist und dann im Gemeinderat behandelt wird.

Unverständlich sei auch die Entfernung eines Parkverbotschilds in der Birkenstraße, denn jetzt gibt es wieder Probleme für die Fußgänger. Hier plädierte der Bürgermeister dafür, abzuwarten, ob sich dies bewährt. Die Anfrage nach der Teilnahme der Hauptorts Weigendorf bei der Dorfverschönerung war wohl etwas sarkastisch gemeint, weil ein großes Grundstück am westlichen Ortseingang mit den dort abgestellten Gebrauchtfahrzeugen die Chancen auf eine gute Bewertung wohl vernichten würde.

Die Auskunft war, dass die Gemeinde bei Privatbesitz keine Einflussmöglichkeit hat, außer gutem Zureden. Der gleiche Bürger fragte auch nach der Einstellung der Gemeinde zum Asylproblem und verwies auf Hartmannshof, wo eine größere Gruppe von Syrern untergebracht ist und sowohl die Kirchengemeinde als auch die Bevölkerung dies gut akzeptiert haben.

Reiner Pickel weiß, dass beim Landratsamt als zuständiger Stelle das Angebot eines Hausbesitzers von Oed vorliegt, wo eine Familie mit bis zu sieben Personen unterkommen könnte. Hier bleibt abzuwarten, wie sich dies entwickelt.

Pommelsbrunns Bürgermeister Jörg Fritsch, als Hausbesitzer in Weigendorf involviert, hält das Hochwasserschutzkonzept für eine gute Sache des Wohn- und Gewerbegebiets. Zum Dorfanblick im westlichen Bereich gefällt ihm der große Wertstoffhof mit seinen Containern nicht besonders, weil keinerlei Sichtschutz vorhanden ist. "Ein freundlicher Holzzaun würde dies entschärfen." Hier bat der Bürgermeister um Geduld, ob nicht eine Anpflanzung von Gebüsch im Lauf der Zeit die bessere Lösung wäre.

Gegen Verschandelung

Die rege Diskussion und Unterhaltung über das allgemeine Thema "Verschandelung" zeigte den Willen der Bürger, hier selbst oder über die Gemeinde etwas bewirken zu wollen, da einige wenige Objekte den guten Gesamteindruck doch stark trüben.
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