Kirwa gleich im Dreier-Pack

Runde um Runde tanzten die Kirwapaare um den stattlichen Baum, dann klingelte der Wecker. Bild: fm
Lokales
Weigendorf
14.07.2015
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In drei Orten, Oed und Weigendorf im Tal und Ernhüll auf der Höhe, spielte sich eine fröhliche Brauchtumskirchweih ab. Dazu gehörte viel Musik, das Aufstellen des Kirwabaums und jede Menge Gäste von nah und fern.

Vom Ausgraben der Kirchweih am Mittwoch vergangener Woche bis zum Montag waren die Kirwaburschen stark eingespannt, die Moila kamen erst ab Samstag verstärkt hinzu. So war am Donnerstag die Vogelsuppe beim Bayerischen Johann in Oed der richtig stärkende Start in das kräftezehrende Wochenende.

Wache am Baumloch

Eine lange Nacht folgte am Freitag im Gasthof Krone in Weigendorf mit dem DJ Housemeister & Tamzarian, nicht zu vergessen die durchgehende Wache beim Baumloch in Oed. Samstag hieß es früh in den Wald von Werner Bayer zu fahren, wo eine lange Fichte als Wahrzeichen ausgesucht, gefällt und mit ziemlichen Schwierigkeiten auf engen, kurvigen Wegen ins Oeder Tal gebracht wurde.

Dort kamen die Holzbearbeiter und -künstler beim Herrichten des Baums zum Zug. Auch nicht gerade einfach war das Aufstellen des 34-Meter-Hünen in der Talwiese beim Gasthof. Doch Marco Brunner dirigierte die Burschen- und Männerschar gekonnt beim Anschieben mit den Schwalben.

Nach viel Mühe und Schweiß ragte der prächtige Kirwabaum übers Tal. Am Sonntag fanden sich die Kirwapaare mit der Gemeinde in der Margarethenkirche Ernhüll zum Festgottesdienst ein, den Pfarrer Markus Vedder hielt. Er erlebte gut gestimmt seine erste Kirchweih und freute sich darüber.

Der Posaunenchor Kirchenreinbach mit Claudia Vogel begleitete die Feier und erfreute davor und danach mit einem Standkonzert. Den Frühschoppen der Dorfgemeinschaft Ernhüll nutzten die Kirchenbesucher gerne aus. Zu gleicher Zeit unterhielt die Feuerwehrkapelle Happurg die Gäste des Biergartens. Nachmittags lief der Schausteller-Betrieb und das Biergartengeschäft beim Gasthof in voller Stärke an. Alles wartete auf das Baumaustanzen, zu dem die große Schar der Kirwaburschen erst die versteckten Moila aufspüren musste. Dann ging's in Begleitung der Bergwald-Musik, die schon vorher im Pavillon des Biergartens aufgespielt hatte, sowie dem Bätz und dem Fassl zum Birkenrund um den Kirwabaum. Der Tanzkreis war mit 23 Paaren gegenüber den Vorjahren stark gewachsen; etliche Nachrücker waren zum ersten Mal dabei.

Die vielen Zaungäste bewunderten die Runden, dazwischen das Singen und Gurzen der Paare, bis der Wecker klingelte. Da hielt Annette Schöpf den Strauß in der einen und in der anderen Partner Fabian Pickel. Das Oberkirwapaar war gefunden.

Tuch und Krügl gepflückt

Das Herunterpflücken von Tuch und Krügl vom Baum bildete die übliche Belustigung. Nach der Ehrentanzrunde verteilte sich das junge Volk unter die Gäste und sorgte für fröhliche Stimmung. Die Nachkirchweih wurde im Biergarten von den Kirchenreinbacher Spitzboum begleitet. Am Abend wurde aus den Losen der Baum-Gewinner gezogen.
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