Sirene ein brennendes Problem

Lokales
Weigendorf
18.12.2014
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Da drohen im Ernstfall Schwierigkeiten: Vom aktuellen Standort aus ist die Sirene für die Aktiven der Feuerwehr Haunritz-Högen nicht überall zu hören. Eine schnelle Lösung muss her. Weigendorfs Bürgermeister Reiner Pickel und seine Gemeinderäte machen sich Gedanken.

Die Gemeinde Weigendorf erfreut sich wachsender Steuereinnahmen und baut Schulden ab. Genaue Zahlen lieferte die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen, Ingrid Plickert, in der Jahresrechnung für 2013.

Zu Beginn der Sitzung im Landhotel "Sternwirt" in Högen merkte Bürgermeister Reiner Pickel an, dass er sich über eine größere Teilnahme der Bevölkerung am Volkstrauertag freuen würde. "Klärungsbedarf" weckte eine Frage aus der Bürgerversammlung nach den Wasser- und Abwassergebühren. Nach dem Anschluss an die Kläranlage in Hersbruck sei noch nicht absehbar, wie hoch die künftigen Abschlagszahlungen ausfallen werden. Kämmerin Ingrid Plickert rechnet im ersten Quartal 2015 mit endgültigen Zahlen.

Alternative in Sicht

Die Freiwillige Feuerwehr Haunritz-Högen unternahm einen Vorstoß, die Sirene zu versetzen. Von ihrem jetzigen Standort aus sei sie nicht überall zu hören. Bürgermeister Reiner Pickel schlug als Alternative das Gemeindegrundstück oberhalb des Sternwirts vor: "Von dort aus hört man einen Bulldog durch das ganze Tal."

Möglich wäre es, die Sirene auf dem Bayernwerk-Gebäude oder auf einen Mast, der am Bauhof vorhanden ist, zu montieren. Für die letztere Lösung fielen geschätzte 2000 Euro an, die Stromanschluss und Grabungsarbeiten kosten. Auf dem Trafohäuschen käme es bedeutend billiger, da der Stromanschluss schon da ist. Bürgermeister Reiner Pickel will beim Bayernwerk nachfragen, welche Pläne es mit seinem Gebäude hat, um dann eine dauerhafte Lösung für die Versetzung der Sirene vorschlagen zu können.

Eine Bitte des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds in der Oberpfalz erfüllt der Gemeinderat. Er spendet 100 Euro aus dem Erlös des Backofenfests.

Kämmerin Ingrid Plickert legte die Jahresrechnung 2013 vor. Einige Ausgabeposten fielen geringer aus als angesetzt. Allerdings weniger, weil Geld eingespart, sondern weil Projekte verschoben wurden. Erfreulich sei, dass Schulden abgebaut worden und die Einnahmen aus Gewerbe-, Umsatz- und Einkommensteuer gestiegen seien. Dagegen reichte das zum Unterhalt von Gegenständen und Fahrzeugen des Bauhofs eingeplante Geld nicht aus. Dies sei größeren Reparaturen an den Fahrzeugen geschuldet. Sanierungen verteuerten auch den Posten Kanal-Unterhalt.

Den insgesamt positiven Trend bestätigt das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. Demnach darf die Gemeinde Weigendorf beispielsweise mit einem Einkommensteuer-Anteil von etwas mehr als 500 000 Euro rechnen. Im Vorjahr wurde diese Marke noch knapp verfehlt.

220 Euro für Erste Hilfe

Bürgermeister Reiner Pickel legte ein Schreiben des Kommandanten der Feuerwehr Weigendorf vor. Er bat, die Kosten von 220 Euro für einen Erste-Hilfe-Kurs beim BRK zu erstatten. Im Blick auf die Wichtigkeit kompetenter Ersthelfer in den Feuerwehren stimmte der Gemeinderat zu.
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