Feuerwehr Weigendorf verabschiedet sich von altem Auto
Reif für den Schrottplatz

Politik
Weigendorf
28.04.2016
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Schon wieder sind 3000 Euro für Reparaturen fällig. Die Feuerwehr in Weigendorf zahlt mit dem alten Mehrzweckfahrzeug nur noch drauf. Deswegen soll es bald ein anderes Auto geben. Ob neu oder gebraucht, stellt sich aber erst noch heraus.

Die Weigendorfer Wehr schlägt sich mit einem 25 Jahre alten und reparaturbedürftigen Mehrzweckfahrzeug herum. Bürgermeister Reiner Pickel sprach davon, dass kurzfristig notwendige Reparaturen rund 3000 Euro kosten würden. Die Gemeinderäte Thomas Dotzler und Peter Grötsch fragten nach, warum das Fahrzeug unbedingt ersetzt werden müsse. Die Feuerwehr-Aktiven nannten die Fahrten der Atemschutzträger nach Amberg, sämtliche Kleintransporte und natürlich die Einsätze. FFW-Vorsitzender Jürgen Haas ergänzte die Auflistung mit dem Hinweis, dass das größere Tanklöschfahrzeug nur für acht Leute Platz hat und sonst Privatfahrzeuge benutzt werden müssten. Die Diskussion ergab, dass man auf die Reparatur verzichten und sich um ein Ersatzfahrzeug kümmern will. Ob neu oder gebraucht, muss sich erst entscheiden. Jetzt sollen Angebote eingeholt werden.

Neue Hort-Plätze


Der Bau der Kinderkrippe neben dem Kindergarten (zusammen mit der Gemeinde Pommelsbrunn) macht laut Bürgermeister Fortschritte. Vor einem Jahr war das Konzept auch aufgegangen. Doch die Lage hat sich bei den benötigten Hortplätzen, die in Pommelsbrunn vorhanden waren, durch Zuzug junger Familien schlagartig verschärft. Deshalb überlegten die Verantwortlichen, ob nicht durch eine Vergrößerung der im Bau befindlichen Kinderkrippe Abhilfe möglich wäre. Das Jugendamt des Landkreises Nürnberger Land sah in einem solchen Vorgehen den richtigen Weg. Statt der zunächst ins Auge gefassten 30 Quadratmeter sollten aber gleich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Durch eine Verdoppelung der Fläche würden 25 Hort-Plätze geschaffen.

Die Gemeinderäte Peter Grötsch und Thomas Göhring unterstützten dieses Vorgehen. Thomas Dotzler wandte ein, dass man die Entwicklung schon vor Baubeginn hätte absehen können. Weiter stören ihn die Auflagen der Behörden, die sich finanziell auswirken. Die federführende Gemeinde Pommelsbrunn hatte zunächst keinen Bedarf angemeldet und so nur die Krippe vorangetrieben. Jetzt müsse man wohl in den sauren Apfel beißen und den finanziellen Aufwand mittragen.

2. Bürgermeister Fabian Bräutigam sagte, Weigendorf sei wohl nur "Juniorpartner" und könne die Belastung ungleich schwerer verkraften als das finanzstarke Pommelsbrunn. Wie der Bürgermeister mitteilte, habe der Strombezug über das Institut Kubus günstige Konditionen beschert. Auch der Zwischenbericht über Einsparungen durch die LED-Umstellung der Straßenbeleuchtung sehe gut aus. Trotzdem regte Fabian Bräutigam an, bei der nächsten Ausschreibung Ökostrom im Auge zu behalten.

Zwei Hotspots


Zum Thema Wohnungsleerstand gab Thomas Dotzler einen Überblick über die Aktivitäten anderer Kommunen. Die AOVE liefere über eine Gebäude-Börse die Adressen verfügbarer Objekte. An diesem Beispiel solle sich auch Weigendorf orientieren. Peter Grötsch regte an, die Aktion "Helfer vor Ort" zu prüfen. Diese würden bei Unfällen den Zeitverlust bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. Auch der drahtlose Internetempfang war Thema. Weigendorf will zwei Standorte für öffentliche Hotspots prüfen.
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