Heimatforscherin stellt in Weigendorf Nachforschungen an
Hausnamen nicht vergessen

Politik
Weigendorf
21.12.2015
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Bau- und Bebauungsangelegenheiten sind meist nicht sonderlich spannend. Diesmal ging es im Gemeinderat anfangs etwas quer, am Ende standen Kompromisse. Die Ortsheimatpflegerin möchte bei einem Treffen mit Bürgern an Unterlagen aus der früheren Zeit kommen.

Als Bürgermeister Reiner Pickel in der Hotel-Pension "Hubertus" die Pläne für eine Bauvoranfrage austeilte, fragte man sich, wie als Antragsteller die Gemeinde auftreten konnte. Es ging um eine Erweiterung des Baugebiets "Hohenschlag II" mit vier Parzellen, von denen eine der Gemeinde gehört. Die frühere Voranfrage des anderen Eigentümers, Kurt Tausendpfund, war abgelaufen, die Änderung des Wendehammers kam dazu.

Bebauungsplan gefordert


2. Bürgermeister Fabian Bräutigam forschte nach, und man kam zur Ansicht, dass dem Architekten ein Irrtum unterlaufen war. In der Sache gab es keine Einwendungen; so beschloss der Rat die Kenntnisnahme und Weitergabe an das Landratsamt, wenn das Deckblatt mit dem bisherigen Antragsteller Tausendpfund ausgetauscht wird. Der Bauplan von Michael Vogel auf Errichtung eines Wohnhauses an der Wagnerleite in Högen war schon bei der Voranfrage bearbeitet worden. Dabei gab es einige Abweichungen vom Bebauungsplan, die vertretbar waren. So wurde das Einvernehmen erteilt.

Im ausgewiesenen Wochenendhausgebiet bei Högen hat sich im Lauf der Zeit einiges geändert. So sind sieben Objekte dauernd bewohnt und bei jeder Änderung wie Anbau oder Vergrößerung ist eine Einzelentscheidung der Baubehörde nötig. Von dort wird ein Bebauungsplan empfohlen, um die Nutzungsverhältnisse klarzustellen. Da alle Flächen in Privatbesitz stehen, will man mit den Eigentümern sprechen, wie ein Bebauungsplan mit der Nutzungsänderung als Wohngebäude zu verwirklichen ist. Bis dahin wird eine Entscheidung zurückgestellt.

Die Gemeinde ist Eigentümerin verschiedener Grundstücke, darunter auch der Wald auf dem Brummberg bei Högen. Auf Anregung des Försters soll hier durch Holzeinschlag die bisher unterbliebene Waldpflege nachgeholt werden. Zu diesem Zweck werden Rückegassen für den Harvester notwendig, wobei sich die Kosten mit dem Holzerlös ausgleichen lassen. Die Räte waren einverstanden.

Die Ortsheimatpflegerin Gabriele Leonie Bräutigam erstattete einen Bericht über ihre Tätigkeit. 2014 waren Arbeiten im Umfeld des Schlosses in Haunritz angefallen. Heuer gab es ein Projekt mit Hausnamen, um diese althergebrachte Tradition nicht ganz verschwinden zu lassen. Etliche sind schon registriert, aber man will bei einer Versammlung die Kenntnis der älteren Generation nutzen.

Dokumente liefern


Dabei könnten gleich Dokumente und Fotos für die Ortschronik geliefert werden. Dann sei zu überlegen, mit einer Beschilderung die Hausnamen kenntlich zu machen. Dazu gäbe es Leader-Mittel bei einer geringen Beteiligung der Eigentümer.

Zum "Tag des Denkmals" wird das Mitmachen angeregt. 2016 ist das Jahr von Kaiser Karl IV., der durch die "Goldene Straße" bekannt ist. Diese führt auch durch Weigendorf. Zum "Deutschen Mühlentag" gibt es bei der Oedmühle ein mittelalterliches Lager des Amberger Vereins.

InfoteilReiner Pickel berichtete von der künftigen Tierheiminvestition in Gailoh mit der Erweiterung der Hundeunterbringung, die auf drei Jahre verteilt wird. Die Flurneuordnung Ernhüll wurde endgültig abgeschlossen. Der Backofen in Högen hat über 20 Jahre seinen Dienst getan, muss aber renoviert werden. Ein Spezialist ist bereits verständigt, man rechnet im nächsten Jahr mit etwa 4000 Euro Kosten. Die Sitzungstage sollen künftig auf den dritten Mittwoch im Monat verlegt werden; damit war man einverstanden. Im Internet solle der Bauplatzausweis ergänzt werden und durch die Schulneuordnung eine Überarbeitung der Satzungen erfolgen, regte 2. Bürgermeister Fabian Bräutigam an. Walter Kempf schlug vor, die übrigen Vertreter im Senioren-, Jugend- und Energiebereich um Bericht zu bitten.

Als Schlusswort dankte der Bürgermeister den Räten für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr und zog eine positive Bilanz der Entwicklung der Gemeinde. (fm)
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