Bachetsfeld-Gruppe hat ihre Wasserverluste unter Zehn-Prozent-Marke gedrückt
Kaum noch undichte Stellen

Vermischtes
Weigendorf
18.03.2016
14
0

Weniger Wasser fördern, aber mehr verkaufen: Geht das zusammen? Ja, wenn die Löcher im Leitungsnetz gestopft werden. Die Bachetsfeld-Gruppe hat es vorexerziert und ihre Verluste von 30 auf 8 Prozent gedrosselt.

Oed. (mag) Vorsitzender Georg Schmid und Kämmerin Ingrid Plickert von der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen versorgten die Verbandsräte bei einer Sitzung im Gasthaus Zur Traube in Oed mit Zahlen. 2015 hat der Zweckverband die Bürger mit 197 088 Kubikmeter Wasser beliefert; 10 000 mehr als im Jahr davor. Zusätzlich bezogen die Schmidtstadt-Gruppe 46 000 und die Gemeinde Pommelsbrunn 15 000 Kubikmeter.

Erfolg der Sanierung


Die höhere Verkaufsmenge erzielte die Bachetsfeld-Gruppe mit einer niedrigeren Förderleistung. 2012 pumpte sie 372 000 Kubikmeter hoch, 2015 nur noch 284 000.

"Hier zeigt sich deutlich der Erfolg der Sanierungsmaßnahmen in den letzten beiden Jahren", betonte Schmid. Die Investitionen - 2015 rund 64 000 Euro, 2014 sogar 96 000 Euro - hätten den Wasserverlust deutlich eingedämmt. Habe dieser 2013 noch rund 30 Prozent betragen, seien im vergangenen Jahr nur noch 8 Prozent aus den Leitungen gesickert: ein sehr gutes Ergebnis angesichts eines Netzes von mehr als 100 Kilometer Länge. Dazu trage auch die ausgezeichnete Arbeit der Wasserwarte bei.

Verbandsrat Winfried Franz sah die Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Firmen bei Rohrbrüchen sehr positiv. Darüber hinaus lohne sich die Investition in die Technik, zum Beispiel in das Fernüberwachungssystem. Eine Verlustquote unter zehn Prozent sichere auch die Verlängerung der wasserrechtlichen Bewilligung für die Wasserschutzgebiete. Sie wäre 2017 ausgelaufen. Bleibt der Wasserverlust auch heuer und 2017 unter zehn Prozent, verlängert sich die Bewilligung automatisch bis 2032.

Zufriedene Landwirte


Die Verordnung über das Wasserschutzgebiet kam 2012 nach aufwendigen Vorarbeiten zustande. Mittlerweile bestehe ein sehr gutes Einvernehmen mit den Landwirten, sagte der Vorsitzende. Sie erhielten Ausgleichsleistungen für Schäden, die ihnen aus den Geboten und Verboten entstehen.

Verbandsrat Pirner erkundigte sich bei den Wasserwarten, ob sich eine Absenkung des Grundwasserspiegels um zwei Meter auf die Wasserversorgung auswirke. Da das Wasser aus 130 Meter Tiefe hochgeholt werde, bestehe noch ein etwa 90 Meter großer Puffer. Außerdem werde sich der Grundwasserspiegel wieder erholen.

Die Versorgungssicherheit sei in der Bachetsfeld-Gruppe gegeben. Neben den reichlich sprudelnden Brunnen in Kutschendorf und Beselberg existierten Verträge über Notversorgungen.

Planungen für Bauarbeiten in der nahen ZukunftZwischen April und Juli wird in diesem Jahr die Zuleitung Erkelsdorf-Ernhüll erneuert. Da die Leitung im öffentlichen Bereich verläuft, ist keine Grunddienstbarkeit erforderlich. Lediglich für einen Wasserzähler- und Druckminderschacht ist noch eine Vereinbarung zu treffen. Die Maßnahme kostet an die 300 000 Euro.

Wenn der Landkreis die AS 38 Etzelwang-Lehendorf ausbaut und die Brücke verbreitert, muss die Wasserleitung verlegt werden. Aktuell seien noch Grundstücksfragen für das Projekt zu klären. Beim Zweckverband dürften die Ausgaben für den Leitungsbau erst 2017 zu Buche schlagen. Planungskosten fielen heuer an.

Für den Hochbehälter Bürtel, der auch die Orte Neutras und Hunas versorgt, empfahl das Gesundheitsamt bei einer Begehung einige Sanierungsmaßnahmen. Die Gemeinde Pommelsbrunn, die gleich daneben einen eigenen Hochbehälter unterhält, beabsichtige dort ähnliche Arbeiten. Vorsitzender Georg Schmid kündigte einen gemeinsamen Planungsauftrag an. Bei der Sanierung soll auch ein Stromanschluss mit verlegt werden.

Nur geringe Schäden stellte das Gesundheitsamt am Hochbehälter Bodenhof fest. (mag)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.