Deutscher Mühlentag
Alles dreht sich

Die Falknerin hält einen Wüstenbussard auf dem Arm.
Vermischtes
Weigendorf
19.05.2016
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Wasser war in früheren Zeiten eine wichtige Energiequelle beim Antrieb des Mühlrads. Dass es beim Fest in der Oedmühle aus den Wolken kam, war anfangs ein kleiner Dämpfer. Dafür stimmte der Ausklang versöhnlich und die vielen Besucher kamen auf ihre Kosten.

Oed. Alte Technik zum Anschauen und Anfassen zieht nach wie vor den modernen Menschen an. Die Gewinnung des Mehls aus Getreide geschieht heute in modernen Betrieben. Früher lieferten die Bauern ihre Ernte ab. Der Müller gab den notwendigen Grundstoff für die Nahrung zurück und verkaufte den Überschuss. Da sah man noch eher die mühselige Arbeit und das ausgeklügelte System der Kunstmühle. So eine Einrichtung steht noch unverändert in der denkmalgeschützten Oedmühle.

Sie wurde am Mühlentag von den Eigentümern Gabriele Leonie und Fabian Bräutigam bei Führungen durch die fünf Geschosse den Besuchern gezeigt. Treppauf, treppab konnte man sich die Arbeit vorstellen und erfuhr durch die lebendige Schilderung der Baugeschichte und des Mahlvorgangs die Mühen im Alltag. Der Betrieb ist allerdings schon länger eingestellt, auch die Nutzung der Wasserkraft ist abgebaut.

Wer nicht gerade im Mühlentrakt unterwegs war oder darauf wartete, konnte sich die Zeit mit den Attraktionen im Außengelände vertreiben. Da fiel das Zelt und der Stand der Mittelaltergruppe Soldknechte St. Michael Amberg samt ihren langen antiken Gewändern am besten auf. Alte Gerätschaften, Rüstungen und Kochkessel auf offenem Feuer beschworen vergangene Zeiten herauf. Umlagert war die Falknerin mit dem Wüstenbussard Santos auf dem durch Leder geschützten Arm. Das Tier aus der Falknerei Jürgen Vilsmeier ließ sich durch die Zuschauer, die das herrliche Gefieder bewunderten, nicht aus der Ruhe bringen. Am Stand der Streuobstkiste gab es reine Obstsäfte und Spirituosen. Für Garten und Haus hatte Michael Gölling altes Handwerkszeug und Holz künstlerische verfeinert, während die Rankhilfen und Figuren aus Eisen dem Außenbereich zuzuordnen waren. Vor einem Schäferkarren lockten Holzrechen und Körbe zur Ergänzung des landwirtschaftlichen Inventars. Anderswo luden handgemachte Seifen zum Kauf ein. Sobald der Himmel sich aufhellte, konnte der musikalische Gast John Winch mit zwei Freunden im Garten Platz nehmen. Das kleine Open-Air-Konzert mit zwei Gitarren und Mundharmonika bot Blues- und Swingmelodien angenehmer Art.
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