Hartmannshofer feiern und tanzen den Baum aus
Höhenflug des Oberkirwaboum

Alexander Bär genoss - mehr oder weniger - seine ersten Flugstunden.
Vermischtes
Weigendorf
02.06.2016
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Hartmannshof. Da hatte wohl jemand ganz genau gemessen: Die schlanke Fichte aus dem Tausendpfundwald ragt jetzt 3018 Zentimeter über dem Festplatz. Bis das Kirwasymbol seine grüne Krone in den Himmel recken konnte, wurde allerdings viel Schweiß beim Fällen, dem Transport, Schmücken und Aufstellen vergossen. Das Oberkirwapaar Jenny Simeth und Alexander Bär konnte ihn beim Austanzen der 14 Paare dann in Beschlag nehmen.

Volles Festzelt


Die wiederum von der Arbeitsgemeinschaft Kirchweih und den Kirwapaaren bestens organisierte Brauchtumskirchweih startete an Fronleichnam mit der Vuglsupp'n in der Halle und am Vorplatz der Feuerwehr. Die Kirchenreinbacher Spitzboum spielten den zahlreichen Gästen lustig auf. Das Festzelt auf dem Platz am Högenbach füllte sich erstmals am Freitagabend mit der Jugend und den Anhängern der Band Aeroplane.

Am Samstag ging es früh in den Wald der Familie Tausendpfund, um eine passende Fichte als Kirwabaum zu fällen. Das Prachtstück wurde herangekarrt, mit Schnitzereien und Girlanden samt Bändern versehen und in schweißtreibender Handarbeit mittels "Schwalben" in die Höhe gebracht. Die Zuschauer konnten sich derweil an den Ständen gütlich tun oder die Kleinen im Karussell herumfahren lassen.

Abends schallte dann wieder rockige Musik der "Red Bag'd Farmer 5" durch das Zelt und in die Umgebung. Am regnerischen Sonntagmorgen fanden sich die feschen Kirwapaare und die Kirchengemeinde zum Gottesdienst in der nahen Friedenskirche ein. Der Kirwabetrieb lockte nachmittags bei zunehmender Aufklarung die Ortsbewohner und Gäste zu den Vergnügungen und einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen oder sonstigen Getränken und Grillschmankerln an. Die Stammmusik der Blaskapelle Weingarts spielte dazu fröhlich auf.

Am Nachmittag zogen die Paare mit den Musikanten der "Sechs Halbe" vom Kirwabrunnen in der Ortsmitte zum Festplatz. Beim Austanzen wechselten sich Kirwalieder und Gurzer ab, bis der Wecker das Oberkirwapaar kürte. Alexander Bär hatte den Sennerhut auf und Jenny Simeth den Blumenstrauß in Händen.

Bierkrügl und Tuch


Das übliche Herunterholen von Bierkrügl und Tuch wurde um das Hochwerfen der beiden und ein lautstarkes Gesangssolo des "Königs" auf der Leiterspitze ergänzt. Dann strömten Paare und Zuschauer wieder ins Zelt, wo die Kapelle ihre Unterhaltungsmusik fortsetzte.

Eine Pause gab es dann mit der ersten Ziehung der Losgewinner, bei der Sachpreise und als Krönung ein Bike verteilt wurden. Die Nachkirchweih führte die Hartgesottenen zum Frühschoppen in die örtliche Gastronomie. Das durchwachsene Wetter hemmte den Festplatzbesuch am Nachmittag, aber gegen Abend wollte man den Kirwaabschluss nicht versäumen und vergnügte sich beim Boarisch Rock der Gruppe Rotzlöffl sowie der Verlosung weiterer Gewinne und als Hauptpreis des stattlichen Kirwabaums.
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