Nachmittagshitze setzt Backofenfest in Högen zu
Gäste tauchen auf, als die Sonne sinkt

Ein eingespieltes Team bereitete wie am Fließband Zwiebelkuchen vor. Bilder: fm (2)
Vermischtes
Weigendorf
30.08.2016
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Högen. Es heißt immer, die Menschen bräuchten zum Vergnügen möglichst viel Remmidemmi. Dass auch das Gegenteil geschätzt wird, zeigte sich beim Backofenfest im Quellort des Högenbachs.

Seit 23 Jahren stellen sich Bürgermeister und Gemeinderäte in den Dienst eines gemütlichen Beisammenseins rund um den Steinbackofen. Dieser war wieder Mittelpunkt und Ziel von zahlreichen Gästen aus dem nahen und ferneren Umland. Die nachmittägliche Gluthitze des Spätsommers bremste zwar den Zuzug, und Schatten war gefragt.

Bürgermeister-Runde


Aber ein Schwung nahm doch die Kaffeezeit wahr, weil dabei Kuchen und Kücheln angeboten wurden. Darunter fanden sich die von Gastgeber Reiner Pickel eingeladenen Bürgermeisterkollegen Michael Göth (Sulzbach-Rosenberg), Winfried Franz (Neukirchen), Roman Berr (Etzelwang) und Brigitte Bachmann (Birgland) ein. In ihrem Kreis fühlte sich Altbürgermeister Georg Schmid sichtlich wohl.

Auch die Liebhaber der Spezialität des Zwiebelkuchens aus dem heißen Schlund des Backofens sicherten sich rechtzeitig das Schmankerl. Natürlich gehörte ein kühler Trunk in allen Variationen dazu.

Als "musikalisches Inventar" seit der Gründung spielten die "Jura-Musikanten" ihr reichhaltiges Repertoire gängiger und uriger Melodien als Begleitung zur Unterhaltung an den Tischen. Hochbetrieb herrschte beim Damenteam des Obst- und Gartenbauvereins, wo wie auf dem Fließband aus den Teigballen mit Zutaten die Zwiebelkuchenfladen an die Ofengruppe geliefert wurden.

Hitze von zwei Seiten


Die "Einschießer" mussten die Hitze von zwei Seiten aushalten. Sonne und Ofenschlund ließen den Schweiß fließen. Da hatten es die Brote-Lieferantinnen leichter, die in der kühleren Garage Berge von Schinken, Käse, Obatztem, Griebenschmalz und Schnittlauch zu herzhaften Brotzeiten verarbeiteten. Die an den Vortagen im Ofen gebackenen Laibe schmolzen scheibenweise dahin. Werner Pickel hatte als Rettichkünstler gut zu tun, die luftig-runden Gebilde für die Liebhaber zu drehen.

Als die Sonne sank, tauchten noch viele Besucher auf im Waitzmühlviertel, das sich immer mehr füllte. Dort ließen sie sich bis in die späten Stunden des lauen Sommerabends verwöhnen und verlebten gemütlich-schöne Stunden.
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