Sitzung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Bachetsfeld-Gruppe
Verbandsräte mit Ergebnis zufrieden

Vermischtes
Weigendorf
12.11.2016
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Fürnried. Verbandsvorsitzender Georg Schmid nannte im Vorspann der Sitzung des Zweckverbands zur Wasserversorgung Bachetsfeld-Gruppe im Gasthaus Färber das gute Ergebnis 2015 mit einer um 10 000 Kubikmetern höheren Liefermenge. Heuer stand der Leitungsbau zwischen Flurberg und Erkelsdorf an, der von März bis Juni erledigt wurde und bis auf Restarbeiten fertig ist. Technische Einzelheiten fügte Ingenieur Norbert Winter vom Büro Seuß bei, so die Auflassung der Leitung nach Ermhof und Pilgramshof. Der Kostenrahmen wurde eingehalten.

Hochbehälter sanieren


Als nächste Investition steht die Sanierung des Hochbehälters Bürtel an, über den die Orte Bürtel, Neutras, Deinsdorf und Hunas versorgt werden. Die Durchfeuchtung des Baukörpers hat das Gesundheitsamt auf den Plan gerufen; hier müsse etwas geschehen, hieß es. Zudem sei keine vollständige Zufahrt und keine Stromversorgung vorhanden.

Da die Gemeinde Pommelsbrunn mit dem gleichen Zufahrtsproblem bei ihrem nahen Hochbehälter zu kämpfen hat, wurde ein gemeinsames Vorgehen abgesprochen. Hier informierte Verbandsrätin Gabi Bleisteiner, dass die Grundstücksverhandlungen bereits weit gediehen sind. Zeitlich will man 2017 die Zufahrt und Erschließung erledigen und 2018 an die Sanierung gehen.

Norbert Winter erläuterte die einzelnen Schritte mit der Einschaltung eines Spezialbüros für die Bauwerksprüfung und Maßnahmen nach dessen Bericht. Voraussichtlich müsse man mit 200 000 Euro Kosten rechnen. Gerhard Pirner wollte wissen, ob nicht eine Druckerhöhungsanlage den Hochbehälter überflüssig mache. Hier schaltete sich der Ingenieur ein, der auf die etwa 60 Jahre alten Leitungen verwies, die bei höherem Druck vermehrt zu Rohrbrüchen neigen könnten.

Walter Kempf ergänzte das mit dem Hinweis, dass die Reparatur der durchfeuchteten Betonwände nur vorübergehend helfe. Zweckmäßig wäre ein Edelstahlbehälter, wie ihn andere Kommunen bereits verwenden. So kam man letztlich zum Beschluss, das Ingenieurbüro mit der Prüfung dieser Alternativlösung zu beauftragen, um dann später entscheiden zu können.

Ein weiterer Ausblick betraf die Straßenbaumaßnahme des Landkreises im Bereich von Lehendorf über Penzenhof nach Etzelwang. Diese wird wohl 2017 verwirklicht und hat für die Wasserversorgung zur Folge, dass man die alten Leitungen durch neue ersetzt.

Planung geht voran


Etzelwangs Bürgermeister Roman Berr wusste, dass die Grundstücksfragen soweit gediehen sind, dass die Planung vorangeht. Der Vorsitzende schlug deshalb vor, einen Betrag von 150 000 Euro in den künftigen Haushalt einzustellen. Zur Abwicklung meinte Gerhard Pirner, dass der Leitungsbau bei der Vergabe mit ausgeschrieben werde.

Winfried Franz plädierte in diesem Zusammenhang, dass beim bevorstehenden Personalwechsel eine Weiterführung dieser Amtsstelle anzustreben sei. In Lehendorf würden bereits Überlegungen zur Dorferneuerung angestellt und Vorschläge gesammelt, wusste Gerhard Pirner.

Förderung beachten


Da die Wasserleitung in der alten Dorfstraße verlegt ist, könnte eine weitere Leitungserneuerung in Frage kommen. Dies bleibt abzuwarten. Der Vorsitzende wies auf die neuen Fördermöglichkeiten hin, die dann zu beachten wären.

Wasser-KontrolleDie Bekanntgabe des Jahresergebnisses 2015 brachte die Zahlen des Verwaltungshaushalts mit 611 352 Euro und des Vermögenshaushalts mit 163 680 Euro. Daher kann jetzt die Prüfung vorgenommen werden.

Die jährliche Trinkwasserkontrolle ergab ein einwandfreies Ergebnis, die Grenzwerte wurden eingehalten. An Schäden durch Rohrbrüche gab es 2015 genau 25 und 2016 bisher 26 Stück. Zu deren Beseitigung waren die Wasserwarte Michael Hauenstein und Matthias Aures eingesetzt, die dafür und für die Überwachungsarbeiten großes Lob vom Vorsitzenden bekamen. Eine Routinearbeit hatte noch Dieter Scherbaum mit der Einholung von Zustimmungserklärungen der Verbandsgemeinden zur Zugangseröffnung im Internetverkehr zu erledigen. (fm)
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