"Barbari Bavarii" im Sportheim
Auftritt zum Hosnbiesln

Kultur
Weiherhammer
15.12.2015
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Nur 45 Minuten hatten Interessenten Zeit, sich Karten für "Barbari Bavarii" zu sichern. Dann hieß es, die Veranstaltung des Fördervereins TSG Fußball ist ausverkauft. Und tatsächlich: Der Auftritt der Musiker geriet zum Volltreffer.

Weiherhammer. Initiative zeigte Richard Hirmer. In der Folge verpflichtete der Förderverein TSG Fußball "Barbari Bavarii" - und landete damit einen Volltreffer. Denn die drei Musiker zwangen mit ihrem Programm "Wou fahlt's denn?" die Zuhörer beim Oberpfälzer Comedy-Musikabend im überfüllten Sportheim zum Dauerlachen. Am Ende war allen klar, warum schon nach 45 Minuten alle Karten im Vorverkauf restlos weg waren - obwohl die meisten Besucher die Gruppe gar nicht kannten.

Botschafter der Oberpfalz


Der Abend gestaltete sich nach der Fußballerregel: Zwei Halbzeiten, plus Verlängerung und Elfmeterschießen. Stefan Rosner (Captain Rosner) aus Floß, Peter Greiner (Super Beda) aus Görnitz und Christian Witt (Weiti Mane) aus Botzersreuth entpuppten sich als Botschafter der Oberpfalz. Ihre Eigenkompositionen singen sie bis auf wenige Ausnahmen im Oberpfälzer Dialekt. Weiherhammer war für sie heuer der letzte Auftritt in der Region. Am 27. Dezember tritt die Gruppe noch einmal im Augustiner-Keller in München auf.

Mit ihrem Programm nahmen die Musiker das Publikum mit auf Tour durch Oberpfälzer Arztpraxen, zu Psychiatern und Altersheimen, um hier wie da Ärzten und Patienten aufs Maul zu schauen. Auch einen neuen Berufszweig stellte die Gruppe vor: "Enkelsohn in der Demenzstation". Die "Shopping-Sucht der Frauen" stand genauso im Fokus wie das starke Geschlecht: "Ich bin ein Mann, ich sterbe bei jeder Kleinigkeit", wusste die Gruppe über Männergrippe zu berichten. Unter den Schlagwörtern Verstümmelung und Zerstörung des Bayerischen Kulturgutes reihten die Barbaren den Bierwahnsinn ein, der mittlerweile weltweit tobe. Eine Radlermass werde noch akzeptiert. Sonst komme den Musikern in ihr Bier aber nichts rein, sangen sie eine Hymne auf das Reinheitsgebot.

Trinken auf die Heimat


Der langanhaltende Applaus zeigte, die "Barbari Bavarii" wurden auch im Sportheim ihrem Auftrittsmotto gerecht: "Kommen, Lachen, Hosnbiesln." Ein gemeinsamer Trinkspruch beendete den launigen Abend: "Hopfen und Malz, Pfeffer und Salz und nicht zuletzt die schöne Oberpfalz, Gott erhalt's."
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