Albert Rupprecht im Überbetrieblichen Bildungszentrum - Entwicklungsprozesse gewinnen an Dynamik
" An Substanz und Qualität gewinnen"

Lokales
Weiherhammer
13.12.2014
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In Begleitung von Christiane Köhlmann-Eckel vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) aus Bonn und MdL Tobias Reiß (CSU) ließ sich Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht (CSU), bildungspolitischer Sprecher der Unions-Fraktion, den aktuellen Stand bei der Weiterentwicklung des Überbetrieblichen Bildungszentrums in Ostbayern (ÜBZO) vermitteln.

Im Sommer 2013 hatte Bundesministerin Johanna Wanka (CDU) den Bewilligungsbescheid übergeben, der durch die staatliche Förderung in Millionenhöhe die Grundlage bildet, bis Ende 2017 ein Kompetenzzentrum im Bereich Produktionstechnologie mit Schwerpunkt Wellpappe und Verpackung aufzubauen.

Projektleiter Maik Mauritz skizzierte das Vorhaben. Während 2014 im eigenen Unternehmen an den Grundlagen gearbeitet und das produktspezifische Wissen vertieft wurde, wird 2015 und 2016 der Fokus auf die Kundenorientierung und die Bedarfsermittlung gelegt. Rupprecht warf Fragen auf: "Was haben wir dazugelernt, bestimmte Ziele zu verfolgen, um den Mehrwert einer Top-Ausbildung zu nutzen, an Substanz und Qualität zu gewinnen?" Sei es gelungen, unternehmerisches Denken zu stärken. Manager Christian Engel erläuterte in Praxisbeispielen die auftretenden Schwierigkeiten, eine neue, umfassende prozessorientierte Denkweise umzusetzen, die die komplette Wertschöpfung in den Betrieben im Fokus haben müsse. "Ein Produktionstechnologe muss einen Auftrag durch den kompletten Betrieb begleiten", so eine Prämisse. Weg vom abteilungsspezifischen Denken, hin zu einer - quer über alle fachlichen Funktionen hinweg - organisationsübergreifenden Sichtweise in Arbeitsprozessen, vom Vertrieb über den Einkauf, Projektierung, Produktion bis hin zur Auslieferung und zum Service beim Kunden.

"Das Anforderungsprofil dieser in der Industrie einzigartigen Entwicklungsaufgabe ist sehr hoch und anspruchsvoll. Wir haben uns darauf eingestellt und unsere Hausaufgaben gut gemacht. Alle Projektbeteiligten leisten einen wertvollen Beitrag", freute sich ÜBZO-Geschäftsführer Reinhold Hautmann.

Zu den Gästen zählten auch der ehemalige Betriebsratsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Georg Pfannenstein, der sich für das Vorhaben von Anfang an stark gemacht hatte, und Bürgermeister Ludwig Biller. "Ich bin guter Dinge, sehe die Weiterentwicklung zum Kompetenzzentrum als spannendes Thema", fasste MdB Rupprecht am Ende der Diskussion zusammen. Der Parlamentarier will seine Erkenntnisse Anfang 2015 in Gesprächen mit den Projektverantwortlichen noch vertiefen.
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