Alt, klein, aber emsig: Bienenzuchtverein Weiherhammer feiert 100-jähriges Bestehen
Rätsel um Gründungsjahr gelöst

Zweiter Bürgermeister Herbert Rudolph (links) überreichte Vorsitzendem Reiner Kunkel (rechts) zum 100-jährigen Bestehen des Imkervereins eine Spende. Bild: baw
Lokales
Weiherhammer
20.03.2015
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Der kleinste Verein im Ort, der Bienenzuchtverein Weiherhammer und Umgebung, feierte ohne großes Aufsehen im Gasthaus Rast das 100-jährige Bestehen.

Wann war die Gründung? Diese Frage kann laut Vorsitzendem Reiner Kunkel nicht genau beantwortet werden. Es existiere lediglich die Mitgliedskarte eines Gründungsmitglieds von 1914. Außerdem habe man einen Zeitungsartikel von 1950 gefunden, in dem es heißt, dass der Verein bereits vor 35 Jahren gegründet worden sei.

Zweiter Vorsitzender Christian Witt und seine Frau hatten eine Pinwand mit Zeitungsartikeln vom Vereinsgeschehen gestaltet. Viele Artikel stammen vom ehemaligen Kohlberger Bürgermeister und NT-Berichterstatter Karl Prösl. Das älteste Schriftstück ist von 1900. Laut Vereinschronik gab es in den 100 Jahren des Bestehens Höhen und Tiefen wie die Zwangsvereinigung mit den umliegenden Imkervereinen oder die Zwangsabgabe des Honigs während der Nazi-Zeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Imker von der Besatzungsmacht eine Lizenz zur Bienenhaltung beantragen. Die Wiedergründung des Vereins erfolgte 1948. Die eingegliederten Vereine spalteten sich wieder ab. Vor acht Jahren stand der Gedanke der Auflösung oder Fusion im Raum. "Er konnte jedoch dank intensiver Werbung und Nachwuchsförderung verworfen werden", freute sich Kunkel. Der Verein hat 32 Mitglieder, zwei sind den Imkern seit über 50 Jahren treu, einer seit über 60 Jahren.

Zweiter Bürgermeister Herbert Rudolph bescheinigte den Imkern Idealismus, Durchhaltevermögen und Einsatzbereitschaft. Bei den Bienenzüchtern handle es sich um eine Vereinigung, die in aller Stille arbeite und trotzdem einen großen Beitrag für die Natur und die Region leiste. "Wer 100 Jahre besteht, hat alles richtig gemacht." Rudolph übergab an Vorsitzenden Kunkel ein Geldgeschenk der Gemeinde.
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