Die Zeit bleibt nicht stehen

Lokales
Weiherhammer
17.08.2015
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Fast fünf Jahre vergingen, bis es endlich soweit war. Nun können die Weiherhammerer stolz auf ihre historische Uhr sein, die nun einen würdigen Platz am Feuerwehrhaus gefunden hat und von dort ein Stück Geschichte vermittelt.

Zur Feier hieß Organisator Robert Kohl neben seinem Unterstützer und Heimatpfleger Lothar Kraus auch einen Großteil der Träger der Barbaramedaille der Gemeinde willkommen. Ein besonderer Dank galt Anna Biller, die die Uhr der Gemeinde kostenlos überlassen hat.

"Was lange währt, wird endlich sehr gut, könnte man zum Abschluss sagen", freute sich Kohl. Das Engagement habe vor rund fünf Jahren begonnen und sollte eigentlich ein ganz anderes Ergebnis zutage bringen. Er habe den Vorschlag gerne aufgegriffen, dass sich die Medaillenträger der Gemeinde an der Gestaltung des neuen Rathauses beteiligen sollten.

Rathaus nicht geeignet

Fast alle Jubilare machten mit. Auf Vorschlag von Heimatpfleger Kraus sollte man darüber nachdenken, die historische Uhr der ehemaligen BHS-Werkskapelle mit dem Neubau des Rathauses zu verbinden. Leider war der Architekt des Gebäudes mit dem Ansinnen nicht einverstanden. Alt und neu seien nicht in Anklang zu bringen, hieß es.

Doch auch die Uhr selbst verhielt sich manchmal wie eine Diva. Durch Führungskräfte der damaligen BHS sei die Uhr in ihrer Einheit zweigeteilt und damals für ein paar Mark verscherbelt worden. Das Ziffernblatt blieb in Weiherhammer, der andere Teil habe in Hirschau eine neue Heimat gefunden. Alle Versuche, sie wieder in ihren Urzustand zu vereinen, seien fehlgeschlagen. Nur Anna Biller aus der Friedhofstraße stimmte bei einem Gespräch mit dem damaligen Bürgermeister Werner Windisch und Heimatpfleger zu, die Uhr, die ihr verstorbener Ehemann vor dem Verschrotten gerettet hatte, zur Verfügung zu stellen.

Und so fand nun nach vielen Irritationen das geschichtliche Dokument Weiherhammerer Vergangenheit am Feuerwehrhaus einen würdigen Platz. "Ich kann nun von meinem Küchenfenster auf die Uhr schauen", sagte die Spenderin. Der Zeitmesser sei auch ein Blickfang, der der nachkommenden Generation ein Stück Ortsgeschichte vermitteln kann.

Weitere 400 Euro

Kohl dankte Anna Biller, den Medaillenträgern für den finanziellen Beitrag sowie Bürgermeister Ludwig Biller, Heinamtpfleger Kraus und der Feuerwehr für die Unterstützung. Die Restaurierung des Ziffernblattes, des neuen Uhrwerkes und eine Anbringung kosteten 3800 Euro. Bei der Feier gingen weitere 400 Euro ein. "Möge uns diese Uhr immer eine friedvolle Zeit anzeigen", wünschte Kohl zum Abschluss.
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