Drei Hochkaräter gehen

Lokales
Weiherhammer
22.01.2015
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Die Vereine klagen über zu wenige ehrenamtliche Mitarbeiter - die TSG-Fußballer sind da keine Ausnahme. Umso schwerer wiegt es, wenn eine Sparte gleich drei Hochkaräter verabschieden muss.

Wehmut klang mit, als Fußballabteilungsleiter Rainer Vater Jugendleiter Dieter Hochlechner, Sportleiter Thomas Kisbauer und zweiten Abteilungsleiter Christian Härtl aus ihren Ämtern entließ. Aus gesundheitlichen und privaten Gründen stellten sie sich nicht mehr zur Wahl.

Jetzt Ehrenjugendleiter

Zusätzlich zur aktiven Spielertätigkeit übernahm Hochlechner 1977 die Jugendleitung und zugleich den Trainerposten der A-Junioren. "Überall erarbeitete er sich mit seiner stets fairen Einstellung zum Sport einen hervorragenden Ruf", sagte Vater. Die Jugend lag Hochlechner immer am Herzen. "Er war für sie Tröster und Beichtvater."

Selbst seine Frau Jutta und seinen früh verstorbener Sohn Kurt band Hochlechner in die Jugendarbeit ein. Er begeisterte die jungen Spieler auch für Veranstaltungen außerhalb des Sports und integrierte Jugendliche aus verschiedenen Nationen, die in Weiherhammer und Umgebung wohnten, im Verein. Unvergessen blieben seinen Schützlingen die Ausflüge nach Italien, Spanien und Österreich. Neben mehreren Ehrungen erhielt Hochlechner, der aus gesundheitlichen Gründen aufhört, 2010 das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten. Zum Dank ernannte ihn Vater zum Ehrenjugendleiter. Eine schwere Verletzung zwang Thomas Kisbauer, die Spielerlaufbahn zu beenden. Seine Bereitschaft, Verantwortung in einem Ehrenamt zu übernehmen, und sein organisatorisches Geschick kamen ihm zugute.

Bahnbrechende Idee

Von 1989 bis 1999 betreute er die Reservemannschaft. Während dieser Zeit organisierte er für die beiden Seniorenmannschaften Ausflüge. 1999 wurde Kisbauer zum Spielleiter gewählt. "Für die TSG war dies ein Glücksgriff. Sein persönlicher Ehrgeiz, seine Einstellung zum ehrenamtlichen Sportmanagement, seine Vorstellung von einem modern geführten Verein trieben Kisbauer unermüdlich an", betonte Vater.

Seine Idee, eine Stadionzeitung als Informationsplattform und auch zur besseren Präsentation der Werbepartner einzuführen, setzte Kisbauer als Redakteur und Verleger um. "Er verstand es, die Belange, Probleme oder Bedürfnisse aller Mannschaften, jedes Spielers, Betreuers und Trainers zu erfassen und auch zu lösen", lobte der Abteilungsleiter.

Korrekt und engagiert

Auch Christian Härtl zwang eine Verletzung zur Beendigung seiner Spielerlaufbahn. "Durch seine guten Kontakte zu Kisbauer kam er zum Ehrenamt", schilderte Vater. Härtl übernahm als Betreuer, Trainer und stellvertretender Abteilungsleiter Verantwortung. "Als korrekter und engagierter Funktionär war er hochgeschätzt", stellte der Redner fest. Aus privaten Gründen hatte Härtl im Vorjahr seinen Rücktritt angekündigt. Vater dankte ihm für die Arbeit und übergab ein Geschenk.
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