Eine Nacht zum Erinnern

Markus Engelstädter und seine Bandkollegen überzeugten beim Auftritt.
Lokales
Weiherhammer
19.07.2015
23
0

Ein kühles Getränk in der Hand, ein warmer Sommerabend, traumhaftes Ambiente und hinreißende Musik: Herz was willst du mehr? Dieses Gefühl erlebten über 1000 Besucher beim "Engelstädter Open Air" auf dem Gelände des Innovision Centers der BHS.

Mit seiner neuen Show "One night to remember - classic" nahm Ausnahmesänger Markus Engelstädter sein Publikum mit auf eine Zeitreise durch die letzten 40 Jahre Pop- und Rockgeschichte. Und tatsächlich war es das, was der englische Titel versprach: eine Nacht zum Erinnern.

"Wieder Kaiserwetter"

Engelstädter hatte am Freitagabend wieder einmal zum Open Air geladen. Seit 2007 tritt er alljährlich unter freiem Himmel auf und schart dabei hochkarätige Musiker um sich. "Seit 2007 sind wir regenfrei und auch heute haben wir wieder Kaiserwetter gepachtet", rief er begeistert nach dem Titelsong zum James-Bond-Thriller "Live and let die" ins Publikum. Es war von Beginn an bestens aufgelegt. Kein Wunder bei dem traumhaften Ambiente, dass das Gelände des Innovision Centers bot. Schon nach dem Einlass ging es locker und völlig unaufgeregt zu. Wer in den Stuhlreihen vor der Bühne keinen Platz fand, machte es sich im hinteren und seitlichen Bereich an den Tischen bequem und genoss erst einmal die kulinarischen Köstlichkeiten, die angeboten wurden. Vom Garnelenspieß bis zum erfrischenden Aperol Spritz ließen diese kaum Wünsche offen.

Auf der Bühne präsentierte sich derweil ein im Typ veränderter Sänger mit dunklen, nach hinten gekämmten Haaren und schwarzem Anzug. Was sich nicht verändert hat, ist seine charismatische und facettenreiche Stimme, mit der er seine Lieder garniert und seine Fans ein ums andere Mal in den Bann schlägt. Von diesen hat er neben seinen Queen-Paradetiteln wie "Under pressure" oder "Who wants to live forever" auch einige neue in seinem Programm. So zum Beispiel "Kiss from a rose", den Soundtrack zu "Batman forever", oder das elfminütige Meat-Loaf-Epos "Bat Out Of Hell", bei dem die Zuhörer kräftig mitgroovten.

Unterstützt wurde der Sänger von seiner hochkarätig besetzten Band mit Gerwin Eisenhauer (Drums), Bernd Meyer (Piano), der auch für viele der teils eigenwilligen Arrangements verantwortlich zeichnet, Thomas Kölbl (Keyboard), Thomas Wildenauer (Bass) und dem Ausnahmegitarristen Dennis Hormes aus Köln. Für einen satten Klassik-Sound sorgte ein ebenfalls hervorragend besetztes zehnköpfiges Streichorchester. Die Entdeckung des Abends war allerdings die 17-jährige Nina Armann aus Pressath. Mit ihrer tiefen, rockigen Stimme sang sie gemeinsam mit Engelstädter den U2-Hit "One love, one life" und erntete dafür großen Beifall. Die Protagonisten auf der Bühne steigerten sich von Stück zu Stück, huldigten dem King of Rock 'n' Roll und liefen bei Queens "Dont Stopp me now" oder "Livin' on a prayer" von Bon Jovi zu Hochform auf.

Klassiker von Prince

Das Publikum tanzte und klatschte zu den mitreißenden Songs und dem tollen Sound. Eine hervorragende Lightshow und die stilvolle Beleuchtung des Geländes rundeten den Top-Act ab. Als stürmisch geforderte Zugaben gab es unter anderem "It's a kind of magic" und den Prince-Klassiker "Purple rain", bei dem der Frontmann noch einmal alle Register seines Stimmvolumens zog. Als der Beifall selbst nach drei Zugaben nicht enden wollte und der Zeiger die 23-Uhr-Marke längst übersprungen hatte, trat BHS-Chef Christian Engel auf die Bühne und versprach noch einen Song und die Übernahme eines eventuellen Bußgeldes wegen Ruhestörung. So kamen die Zuhörer noch in den Genuss des ungeprobten "I hope you don't mind" von Elton John.
Weitere Beiträge zu den Themen: Thriller (817)Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.