Freie Wähler ziehen Schlussstrich unter Weiherhammerer Rathaus-Debatte
Klare und deutliche Kritik

Lokales
Weiherhammer
18.10.2014
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Die Freien Wähler (FW) ziehe ihre Lehre aus dem finanziellen Debakel rund um den Rathaus-Neubau. "Wir werden in Zukunft dem Bürgermeister und seiner Verwaltung noch genauer auf die Finger schauen", äußern sie in einer Pressemitteilung.

"Wir haben es gesagt"

Darin wollen die FW-Politiker noch einmal "klar und deutlich" ihre Meinung zum Rathaus und den hohen Baukosten kundtun. Allerdings mit versöhnlichen Zwischentönen, "da wir den Eindruck gewonnen haben, dass die Bürger nun doch ganz zufrieden mit dem Gebäude und seinem Standort sind".

In der vom dritten Vorsitzenden Bernhard Herzog unterzeichneten Mitteilung heißt es: "Seit der Gemeinderatssitzung vom 16. September liegen die Zahlen für den Rathausneubau endlich offen auf dem Tisch. Anstatt der in den Haushalt eingestellten 3,4 Millionen Euro wurden stolze 4,6 Millionen Euro verbaut. Von Bürgermeister Ludwig Biller wurde erklärt, wie sich die Mehrkosten von 1,2 Millionen Euro zusammensetzen. Nun könnten wir Freien Wähler uns eigentlich mit Genugtuung zurücklehnen und sagen: ,Wir haben's euch doch immer g'sagt.' Denn nicht erst im Wahlkampf, sondern bereits lange Zeit vorher haben wir immer wieder davor gewarnt, dass die Anfangs genannten 2,5 Millionen Euro bei weitem nicht ausreichen werden und sich die Gemeinde hoch verschulden wird. Und genauso ist es gekommen."

Als Hauptverantwortlichen nennen die Freien Wähler an erster Stelle den damaligen Bürgermeister Werner Windisch. "Windisch hat auf unsere vielen Nachfragen im Gemeinderat immer geantwortet, dass die Baukosten im kalkulierten Rahmen liegen würden. Als Bürgermeister und Chef der Verwaltung sollte man seine Ausgaben und seinen Haushalt schon genauer kennen."

Der Verantwortung stellen

Aber auch die Führungsebene der Verwaltung ist nach Ansicht der FW für das Fiasko verantwortlich: In der Pressemitteilung heißt es dazu: "So ist zum Beispiel erst im April 2014 nach Bezug und Fertigstellung des Rathauses aufgefallen, dass der im Haushalt eingestellte Betrag bei weitem nicht ausreichen und somit eine zusätzliche Kreditaufnahme notwendig sein wird."

Die FW nehmen sich deshalb vor, den neuen Bürgermeister und die Verwaltung noch genauer zu kontrollieren. "Aber wir stellen uns natürlich auch unserer Verantwortung gegenüber der Gemeinde und ihrer Bürger und werden mit unseren Gemeinderäten an den künftigen Haushalten und dem damit verbundenen Schuldenabbau konstruktiv mitarbeiten."
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