Gabe für Mutter Natur

"Was der Amazonas für Brasilien ist, ist die Haidenaabaue für die Oberpfalz", erklärte Adolf Küblböck (rechts) von der LBV-Ortsgruppe bei einer Besprechung der Vertreter von Fachstellen über die Pflege der drei neu erworbenen Grundstücke im Flurstück Scherreuth: (von links) Evi Babl, Christian Bauer, Julia Römheld und Matthilde Müllner. Bild: baw
Lokales
Weiherhammer
05.11.2015
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Man muss der Natur wieder etwas zurückgeben. So sieht Adolf Küblböck, Vorsitzender der LBV-Naturschutzgruppe Weiherhammer, den Ankauf von weiteren drei Grundstücken im Bereich der Haidenaab-Talaue.

Die Grundstücke sind gekauft. Nun galt es, darüber zu diskutieren, wie die Gesamtfläche von 25 562 Quadratmetern den Lebensraum "Haidenaabaue" aufwerten kann. Etwa mit gezielter Pflege, meinten Vertreter von Fachstellen.

Die naturnahen Flächen im Flurstück "Scherreuth", zwischen Weiherhammer und Etzenricht gelegen, sind laut Küblböck für den Vogelzug und die Vogelbrut von überregionaler, ja gar europaweiter Bedeutung, besonders für seltene Vögel wie Rohrsänger, Bekassine und Blaukehlchen. Zugvögel aus dem Norden und dem Nordosten Europas machen hier Halt und tanken neue Kraft für den Weiterflug in das Winterquartier.

Durch die drei neuen Grundstücke verfüge die Naturschutzgruppe nun bereits über acht Flächen in diesem Bereich, so dass man jetzt von einem stabilen Biotopverbundsystem sprechen kann, versicherte Küblböck stolz. Durch ihre Sogwirkung hätten solche Flächen auch im Hochwasserschutz überregionale Bedeutung. Auch der Biber kann sich in seinem Lebensraum ungestört entfalten. Insgesamt ist die Ortsgruppe nun im Besitz von 7,5 Hektar Grund, dazu kommen noch 1,5 Hektar Pachtfläche.

Julia Römheld von der LBV-Landesgeschäftsstelle sieht die Haidenaabaue als idealen Lebensraum und wertvolle Fläche für den Artenschutz in der Oberpfalz an. Der Ankauf der drei Grundstücke sei aus dem Bayerischen Naturschutzfonds gefördert sowie mit Eigenmittel des Landesbundes für Vogelschutz und mit Spenden ermöglicht worden. Die notwendigen Landschaftspflegemaßnahmen organisiert Matthilde Müllner vom Naturpark. An der Fachstellenbesprechung nahmen darüber hinaus Evi Babl von der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Christian Bauer teil.
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