Josef Lemberger: "Meine Frau ist ein Glücksgriff" - Weiherhammerer Paar feiert eiserne Hochzeit
Liebeserklärung zum 65. Hochzeitstag

Viele Besucher gratulierten zur eisernen Hochzeit. Besonders freuten sich Josef und Maria-Luise Lemberger über die Glückwünsche von Bürgermeister Ludwig Biller (hinten, Mitte), der ein Schreiben des Ministerpräsidenten Horst Seehofer überreichte. Bild: baw
Lokales
Weiherhammer
16.11.2015
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Eiserne Hochzeit feierten am Martinstag Josef und Maria-Luise Lemberger aus der Röthenbachstraße. Dem Paar ist die Zufriedenheit über die gemeinsamen 65 Jahre buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Noch heute hat der 95-jährige Jubel-Bräutigam die Worte seiner Mutter im Ohr, als er nach Arbeits- und Kriegsdienst sowie fünfjähriger russischer Gefangenschaft 1949 heimgekehrt war. "Du musst jetzt unbedingt schnell heiraten, damit du versorgt bist." "Es war aber in dieser schlechten Zeit nichts los. Wo sollte man eine Frau finden?", erinnerte sich Lemberger. Also sah sich der gebürtige Manteler, der schon im Babyalter mit seinen Eltern in das selbstgebaute Haus in Weiherhammer zog, im Ort um.

Er lernte Maria-Luise Bogner kennen. Sie waren sich sympathisch und beschlossen zu heiraten. Das Ja-Wort gaben sie sich in der katholischen Pfarrkirche vor Pfarrer Peter Schwarzfischer. "Mit meiner Frau habe ich einen Glücksgriff getan. Ich war in unserer Ehe immer zufrieden", schwärmte Josef Lemberger. Rücksicht auf den Partner nehmen, und jeder muss für den anderen da sein, sehen beide als Rezept für eine glückliche Ehe an. Bürgermeister Ludwig Biller, der ein persönliches Schreiben und ein Geschenk des Ministerpräsidenten Horst Seehofer übergab, gratulierte. Stolz zeigte das Paar ihm ein Schreiben von Bundespräsident Joachim Gauck. Zahlreiche Glückwünsche überbrachten auch Freunde, Bekannte und Vereinsvertreter. Wer den zweitältesten Bürger von Weiherhammer kennt, kann sich nur über dessen körperliche und geistige Fitness wundern. "Wenn es auch manchmal zwickt", wie Lemberger zugibt, ist er täglich auf Achse und unternimmt Spaziergänge durch den Ort. Nur auf das Autofahrer verzichtet er mittlerweile.

Zum Tagesablauf gehören das Lösen von Rätseln und das Lesen der Tageszeitung. "Den Neuen Tag lese ich von vorn bis hinten, danach bin ich richtig süchtig", erzählte er. Von Beruf war Lemberger Handformer. Bis zum Ruhestand hatte er im Hüttenwerk gearbeitet.

Lemberger gehört auch mehreren Vereinen an. Besonders angetan hat es ihm die KAB, der er bereits 63 Jahre treu ist und die er 12 Jahre als Vorsitzender geleitet hatte. Seine 89-jährige Ehefrau Maria-Luise wurde in Etzenricht geboren. Irmgard, eine von vier Töchtern, unterstützt sie im Haushalt. Zu den Gratulanten zählten auch sieben Enkelkinder.
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