Kaum Besucher bei Tag der offenen Tür in der Kläranlage
Stinkt doch gar nicht

Lokales
Weiherhammer
02.10.2014
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Enttäuschend wenig Bürger zeigten Interesse an der Kläranlage des Abwasser-Zweckverbandes. Die Gemeinden Weiherhammer und Mantel hatten sie vor zehn Jahren in Betrieb genommen. Nur einige kleine Grüppchen ließen sich von Abwassermeister Wolfgang Braun und Vertreter Florian Hirmer aufklären.

Die Anlage hat 3,5 Millionen Euro gekostet. Ausgelegt ist sie auf 9500 EGW (Einwohner-Gleichwerte). Angeschlossen sind zurzeit 7500 Menschen. Kaltenbrunn und Dürnast verfügen über eigene Kläranlage. Herzstück ist das Betriebsgebäude mit Labor. Die Angestellten machen täglich Messungen. Überwacht und gesteuert wird die Anlage über ein Prozessleitsystem. Bei einer Störung erfolgt sofort eine Mitteilung per SMS an den Abwassermeister. Vernetzt ist die Verbandskläranlage mit der Kläranlage in Kaltenbrunn.

Pro Jahr fallen rund 3000 Kubikmeter Klärschlamm an. Durch eine eigene Anlage wird dieser selbst entwässert und zu 25 Prozent getrocknet. Als einzige Kläranlage im Landkreis kann die Zweckverbandsanlage mit einer mobilen Anlage den Klärschlamm selbst pressen. Die Ersparnis dadurch beläuft sich auf 40 000 Euro im Jahr. Auch von den Gemeinden Kohlberg und Etzenricht wird Klärschlamm zur Pressung angenommen. Der Klärschlamm wird nach der Pressung vom Entsorger zum Trocknen abgeholt und anschließend zur Rekultivierung genutzt.

Stolz zeigte sich Braun über die sehr gute Reinigungsleistung der Anlage von 94 Prozent. Die Betriebskosten lägen im unteren Drittel vergleichbarer Anlagen. Teilweise selbst produziert werde der Strom via Photovoltaik. Bei Regen halten vier Regenrückhaltebecken und Pumpstationen im Ort das Regenwasser zurück und geben es bei trockenem Wetter wieder in die Kanalisation.
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