Legionär Josef klärt in der Mittelschule über das Leben im römischen Heer auf
Ave, Schüler

Unter Anleitung von Josef Geisberger (links) übten die Schüler die Kampfformation "Schildkrötenpanzer". Bild: stn
Lokales
Weiherhammer
18.12.2014
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Josef Geisberger vom Regensburger Verein "Monumentum Vividum" unternahm mit den Sechstklässlern der Mittelschule eine Zeitreise zu den römischen Legionären. Dabei vermittelte er ihnen in Originalausrüstung einen Einblick in den Alltag der römischen Soldaten.

Dabei erfuhren die Jugendlichen, dass die Römer ein Berufsheer hatten und die Legionäre sich für 25 Jahre verpflichten mussten. Als Gegenleistung erhielten sie ein festes Gehalt sowie die wertvolle Ausrüstung. Am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stand die "Probatio", die Musterung. Nach entsprechender Eignung begann die viermonatige Ausbildung im Kastell, wobei die Rekruten in der kleinsten militärischen Einheit, der Zeltgemeinschaft aus acht Legionären, lebten.

Nicht schlecht staunten die Sechstklässler, als sie erfuhren, dass die angehenden Soldaten täglich eine Strecke von 30 bis 35 Kilometer zurücklegen und ein Marschgepäck von zirka 40 Kilo schleppen mussten. Genauestens führte Geisberger auch die Bestandteile der Ausrüstung vor wie den Stiefel mit Stollen sowie Schienenpanzer, Kettenhemd, Helm, Schild, Kurz- und Langschwert oder Speer. Beeindruckt zeigten sich den Schülern von der Tatsache, dass ein Kettenhemd aus rund 15 000 Eisenringen bestand und dessen Anfertigung ungefähr ein Dreivierteljahr dauerte. Den größten Spaß hatten sie, als sie selber die verschiedenen Kampftechniken ausprobieren duften, wie zum Beispiel die Schildkröten-Formation.
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