Pfeife war sein Sportgerät

Lokales
Weiherhammer
09.12.2014
1
0

In Fußballerkreisen ist Josef Jaugstetter bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Aber nicht als talentierter Spieler oder erfolgreicher Trainer, sondern als souveräner Schiedsrichter

Josef Jaugstetter feierte 85. Geburtstag. 55 Jahre lang ließ er als Unparteiischer sozusagen die Kicker nach seiner Pfeife tanzen. Mit Begeisterung erinnert er sich an seine aktive Zeit, die erst im vergangenen Jahr mit dem Spiel von Neunkirchen I gegen den SV Parkstein II endete. "Aber mit 83 Jahren musste einfach einmal Schluss sein, da auch der Rücken oft zwickte", meinte der Jubilar, dem man bei seinen Erzählungen anmerkt, dass ihm die Spielleitung immer große Freude bereitet hat.

Insgesamt pfiff Jaugstetter mehr als 6000 Begegnungen und schaffte es bis in die Bezirksliga sowie als Linienrichter bis in die Bayernliga. Großes Lob zollt er den jugendlichen Spielern, die sich größtenteils fair und anständig verhalten hatten. Bei der nächsten Zusammenkunft wird die Schiedsrichtervereinigung ihr ältestes Mitglied besonders ehren. Die Glückwünsche der TSG-Kicker und des Hauptvereins überbrachte Abteilungsleiter Rainer Vater, der die Leistungen Jaugstetters gebührend würdigte. Bei den TSG-Fußballern war er aktiver Spieler, einige Jahre Schriftführer sowie Platz- und Ballwart.

Als erster Gratulant erschien Bürgermeister Ludwig Biller, der die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte und dem Jubilar weiterhin viel Gesundheit wünschte. Der geborene Würzburger kam durch seine berufliche Tätigkeit als Kraftfahrer bei der US-Armee in Grafenwöhr in die Oberpfalz. Hier lernte er auch seine Ehefrau Monika kennen, die aus Ehenfeld im Landkreis Amberg stammt.. Aus der Ehe gingen vier Töchter und ein Sohn hervor. 2005 verstarb die Ehefrau.

Neben den Kindern und deren Ehepartnern gratulierten auch neun Enkel und zwei Urenkel. Der noch fitte Jubilar, der im Haus seiner Tochter Martina wohnt und von ihr auch versorgt wird, verbringt seinen Lebensabend mit anfallenden Arbeiten im Haus. Aber auch Schafkopfrunden bei Nachbar Max Kohl gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen des Jubilars, der immer für einen Scherz zu haben ist.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.