Schulden schneller abgebaut

Lokales
Weiherhammer
03.12.2015
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Trotz der hohen Verschuldung sieht Bürgermeister Ludwig Biller die Gemeinde Weiherhammer auf einem guten Weg. In der Bürgerversammlung versicherte er, dass mit zukunftsweisenden Entscheidungen die Entwicklung der Gemeinde vorangetrieben werde.

Konrad Wittmann bemängelte, dass die Gemeinde zwar Bauflächen erschließe, die Zufahrten dazu aber vergesse. Der gesamte Verkehr des Gebietes "Am Bildbaum" benütze die Zufahrt "Dürrer Schlag". Eine weitere Zufahrt zur einstigen Kreisstraße sei nötig. Biller verwies auf die Probleme und betonte, die Bewohner des Baugebietes nützten die Ortsumgehung zu wenig.

Der Schuldenstand, so räumte Biller ein, sei mit über 8,8 Millionen Euro weiter überdurchschnittlich hoch. Dennoch sei sie nicht auf Stabilisierungshilfen angewiesen, die notwendige Investitionen auf Jahre behindern würden. Aufgrund der höheren Gewerbesteuereinnahmen (5 Millionen Euro) und einer konsequenten Sparpolitik könne Weiherhammer die Schulden um 500 000 Euro abbauen. Zudem verfüge die Gemeinde über eine beachtliche Rücklage von 2,8 Millionen Euro. Auch 2016 sollen mehr Kredite als bisher geplant getilgt werden.

Neue Flächen genutzt

Biller dankte der Geschäftsführung der BHS Corrugated als größter Arbeitgeber, dass sie weiter in den Standort Weiherhammer investiere. Die Gemeinde konnte ihre restliche Gewerbeflächen verkaufen. Mit der Firma Systec Fabeco habe sich ein weiterer Betrieb angesiedelt. 2016 würden bereits 16 000 Quadratmeter Gewerbefläche neu ausgewiesen.

Fertiggestellt ist der Kindergarten. Von den 2,2 Millionen Euro der Gesamtkosten entfallen auf die Gemeinde 1,9 Millionen Euro. Dafür erhalte sie vom Land einen Zuschuss von 600 000 Euro. Die Gemeinde trage, so Biller, das Betriebskostendefizit und leiste außerdem Beiträge an 13 auswärtige Kindertagesstätten, die insgesamt 23 Kinder aus der Gemeinde besuchen.

Verkauft seien alle Bauplätze im "Bildbaum 7, Bauabschnitt 3". Der Abschnitt 4 sei heuer erschlossen worden. Von den 14 Bauparzellen seien bereits zehn vergeben. 2016 würden 16 Bauplätze ausgewiesen.

150 000 Euro habe die Dachsanierung der Grundschule gekostet. Das Hallenbad werde von zehn Schulen für den Schwimmunterricht besucht. In Kaltenbrunn wurde der Kinderspielplatz neu gestaltet. Für die Feuerwehr Kaltenbrunn sei ein neues Fahrzeug und für den Bauhof zwei neue Fahrzeuge erworben worden. Eine Chance für Weiherhammer für die Ansiedelung weiterer Gewerbebetriebe wäre der vorgesehene Bau eins Güterverkehrszentrums (GVZ). Für die Ansiedelung eines Einkaufsmarktes habe die Gemeinde ihre Hausaufgaben gemacht.

Biller will 2016 den Focus auf die Neugestaltung des Bauhofes und die Sanierung von Ortsstraßen legen. Dazu zählt er die Gemeindeverbindungsstraße nach Trippach und die Ortsdurchfahrt Trippach. Weitere Vorhaben seien das Gemeinschaftshaus in Dürnast, die Erneuerung der Spielplätze im Gemeindegebiet, die Breitbandversorgung sowie Vorhaben der Dorferneuerung.
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