Seliger Steuertaumel

Lokales
Weiherhammer
18.11.2015
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So schnell und so zufrieden haben die Räte schon lange nicht mehr einen Etat verabschiedet. Motive für den Nachtragshaushalt waren ein Grunderwerb im Gewerbegebiet und vor allem Mehreinnahmen wegen der sprudelnden Gewerbesteuer.

Kämmerer Günther Hirmer legte den Räten hochwillkommene Zahlen vor. Danach erhöht sich der Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben um 3 374 000 Euro von bisher 7 254 900 Euro auf jetzt 10 628 900 Euro und der Vermögensetat um 2 955 400 Euro von 2 207 700 Euro auf 5 163 100 Euro.

Im Verwaltungshaushalt macht sich die große Mehreinnahme von 2,8 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer auf nun 5,03 Millionen Euro bemerkbar. Bei den Schlüsselzuweisungen ist ein Plus von 465 000 Euro zu verzeichnen. Die Ausgaben bei der Gewerbesteuerumlage steigen von 450 000 Euro auf 1,05 Millionen Euro. Die Verwaltungsumlage an die VG steigt um 18 300 Euro. Für die Kindergärten sind Mehrausgaben von 100 000 Euro eingeplant. Zum Vermögenshaushalt werden 3,74 Millionen Euro zugeführt. Darin schlägt der Grunderwerb im Gewerbegebiet mit 235 000 Euro besonders zu Buche. Da weitere Arbeiten bei der Dachsanierung der Grundschule anfielen, muss die Gemeinde 155 000 Euro berappen. Eingeplant waren bisher 130 000 Euro.

Schulden sinken leicht

Ein Kleintransporter, ein Rasenmäher und eines Frontmähwerk kosten 23 800 Euro. Die Zuweisung für Investitionen vom Freistaat steigt von 116 000 auf 140 900 Euro. Die allgemeinen Rücklagen der Gemeinde beliefen sich Ende 2014 auf 331 117 Euro. Die voraussichtliche Zuführung an die allgemeine Rücklage beträgt 2 532,500 Euro. Ende des Jahres werden die Rücklagen voraussichtlich 2,86 Millionen Euro betragen.

Der Schuldenstand Ende 2014 belief sich auf 9 146 793 Euro. Für das Jahr 2015 sind Tilgungen von 534 300 Euro vorgesehen. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2251 Euro. Bürgermeister Ludwig Biller machte unmissverständlich klar, dass auch weiterhin sparsame Haushaltsführung und Schuldenabbau oberste Priorität besitzen. Der Rechnungsprüfungsausschuss hat die Jahresrechnung 2014 geprüft. Vorsitzende Johanna Krauß gab das Ergebnis bekannt. Der Verwaltungsetat beläuft sich in den Einnahmen und Ausgaben auf 8 409 859,57 Euro und im Vermögenshaushalt auf 4 148 523,46 Euro.

Neue Mitte

Die Bedarfsmitteilung für das Jahresprogramm 2016 der Städtebauförderung sieht unter anderem Neugestaltungen der Ortsmitte (Hauptstraße bis Ärztehaus) sowie die Barbarastraße im Bereich Kinderhaus vor. Auch der Industrie-Wanderweg sowie gestalterische Maßnahmen an der Bahnüberführung sind eingeplant.
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