Sprung nach oben

Sieben auf einen Streich: Die Mitarbeiter von Rogers in Eschenbach machten einen großen Sprung in ihrer beruflichen Entwicklung. Neben ihrer Arbeit absolvierten sie eine geförderte Industriemechaniker-Ausbildung. Bild: war
Lokales
Weiherhammer
18.07.2015
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Von wegen, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Sieben Mitarbeiter des Unternehmens Rogers Germany mit Sitz in Eschenbach legten den Beweis dafür ab, dass dieses Sprichwort ganz einfach falsch ist.

Sie schlossen ihre IHK-Prüfung zum Industrieelektriker ausnahmslos hervorragend ab. Ihre Zeugnisse zierten die Noten Eins und Zwei. "Sie haben auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Nachfrage Top-Chancen, für ihren Betrieb bieten sie ein Riesenpotential", kommentierte Richard Murr, der die Agentur für Arbeit bei der offiziellen Übergabe der Zeugnisse vertrat. Die Agentur förderte die Maßnahme im sogenannten Wegebauprogramm, das auf die langfristige Umschulung und Weiterbildung älterer Arbeitnehmer abzielt. Besonders Industrieelektriker müssen sich hier an die fortschreitende Automatisierung in den Betrieben anpassen.

In einem Überbetrieblichen Bildungszentrum in Ostbayern (ÜBZO) nahmen die sieben Schüler am berufsbegleitenden Lehrgang teil, der flexibel an deren Arbeitszeit angelehnt war. Die Ausbildungszeit, die regulär zwei Jahre umfasst, absolvierten die Mitarbeiter in eineinhalb Jahren. "In 1000 Unterrichtsstunden haben sie ihren Sachverstand, ihr Praxiswissen und ihre Kenntnisse eingebracht und noch einmal gelernt, zu lernen", so Murr.

"Wenn man mit Rogers etwas anpackt, dann wird das auch was", war sich Anette Enders, Personalchefin in Eschenbach, trotz der anfänglichen Überzeugungsarbeit sicher. "Wir geben gerne ein Beispiel für andere. Die Maßnahme war unter dem Dach des ÜBZO bestens betreut", wie Rogers-Ausbildungsleiter Johannes Beierl erklärte. "Firma, Ausbilder und wir bildeten eine Einheit, es gab keine Kluft. Der Ehrgeiz hat sich in dieser guten Atmosphäre erhöht", lobten auch die Industriemechaniker die Maßnahme. ÜBZO-Ausbilder Markus Weiß quittierte der Gruppe eine "unglaubliche Motivation", die weit höher angesiedelt sei als bei Azubis, die neu im Beruf sind.
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