Straßensperrung für den Wald

Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Dürnast (Gemeinde Weiherhammer) und Röthenbach (Gemeinde Kohlberg) wurde den beiden Bürgermeistern beim Treff am Hammerweiher am Freitag "besenrein" übergeben. Vom Resultat waren (von links) Forstbetriebsleiter Reinhard Lenz, Rudolf Götz, Ludwig Biller, Moritz Neumann (AELF) und Försterin Andrea Sauer aus Mantel gleichermaßen überzeugt. Bild: war
Lokales
Weiherhammer
11.08.2015
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Gute Nachricht: Die Gemeindeverbindungsstraße Röthenbach-Dürnast ist nach einer fünfwöchigen Vollsperrung wieder für den Verkehr frei.

Die seit Jahren geplante Hiebsmaßnahme (der Fachbegriff steht für naturnahe Forstwirtschaft, bei der auf ein und derselben Fläche sowohl Altbäume als auch Verjüngung zu finden sind) im Staatswald am Hammerweiher wurde aufgrund der günstigen Witterung zügig realisiert.

Bei der Durchforstung der rund 20 Hektar umfassenden Waldbestände wurden in erster Linie die Mischbaumarten Eiche, Tanne und Erle gefördert. Ziel war auch, den dichten Gehölzaufwuchs an den Straßenböschungen zurückzunehmen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Der damit erreichte zusätzliche Lichteinfall nach der Durchforstung kommt auch der nachwachsenden Waldgeneration zugute. "Jetzt sieht man erst, welches Potenzial in diesen Wäldern steckt", erklärte Reinhard Lenz, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten vom Forstbetrieb Schnaittenbach.

Ermöglicht wurde die Aktion durch die Bereitschaft der Gemeinden Weiherhammer und Kohlberg, die Vollsperrung der Gemeindeverbindungsstraße in Kauf zu nehmen. Ebenso durch die Vorabstimmung der Maßnahme im FFH-Gebiet (das sind solche, die nach der sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurden) mit den Entscheidern des Amts für Landwirtschaft und Forsten (AELF). Die Bürgermeister Rudolf Götz (Kohlberg) und Ludwig Biller (Weiherhammer) sowie Moritz Neumann vom AELF trafen sich vor Ort, um sich ein Bild zu machen.

Zwei Harvester, zwei Forwarder und drei Forstwirte bewältigten den gesamten Holzanfall von rund 2500 Kubikmetern. Das Restholz wird überwiegend zu Hackschnitzeln verarbeitet. Lenz dankte allen, die am Projekt teilgenommen hatten, vor allem Revierförster Erwin Fischer aus Kohlberg und Servicestellenleiter Raimund Pöllmann für die Planung und Organisation.

"Alle Arbeiten sind unfallfrei abgelaufen und es haben alle Rädlein ineinander gegriffen", freute sich Lenz. Und das bei der Hitze der zurückliegenden Wochen unter "teilweise grenzwertigen Arbeitsbedingungen".
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