Vater des neuen Weiherhammer

Lokales
Weiherhammer
28.02.2015
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Seine Amtszeit liegt zwar schon fast zwei Jahrzehnte zurück. Am Freitag erfuhr nun Georg Härning die verdiente Würdigung seines Schaffens für die Gemeinde. Ihm wurde im Kreis seiner Weggefährten und Freunde in einer Feierstunde im Rathaus die Ehrenbezeichnung Altbürgermeister verliehen.

Auf Antrag der CSU-Fraktion beschloss der Gemeinderat im Dezember 2014, Härning die Ehrenbezeichnung Altbürgermeister zu verleihen. Obwohl es ihm nicht leicht falle, nach Wunsch von Härning die Laudatio kurz zu halten, muss nach den Worten von Bürgermeister Ludwig Biller erwähnt werden, dass Härning 30 Jahre als Bürgermeister, sechs Jahre als zweiter und 24 Jahre als erster Bürgermeister, in Weiherhammer tätig war. Mit Recht könne man sagen, die Entwicklung von Weiherhammer zur heutigen Industrie- und Wohngemeinde sei unzertrennbar mit seinem Wirken verbunden.

Schule, Bad, Feuerwehrhaus

"Du bist ein Mensch, der mit Weitblick die Zeichen der Zeit erkannt und der durch seine Kompetenz und Hartnäckigkeit auch äußerst schwierige Verhandlungen gemeistert hat." Biller erinnerte an die Ausweisung des Gewerbe- und Industriegebietes am Weberschlag, was zur Ansiedelung der damaligen Flachglas und der jetzigen Pilkington führte. Auch Weiherhammer als Wohnort lag Härning immer am Herzen. Dies zeige sich durch die Ausweisung des Baugebietes Am Bildbaum. Auch sei unter Härning die passende Infrastruktur geschaffen worden: die Erweiterung der Hauptschule, der Bau des Hallenbades, Feuerwehrhauses und Bauhofes. Weitere Verdienste habe sich Härning bei der Eingemeindung von Kaltenbrunn, Dürnast und Trippach erworben. Angenommen habe er auch die Herausforderungen bei der Gründung einer Verwaltungsgemeinschaft mit Etzenricht und Kohlberg, deren Vorsitz er 20 Jahre innehatte.

Mit Altlandrat Simon Wittmann und Landrat Andreas Meier überreichte Biller die Ernennungsurkunde. Außerdem übergab der Bürgermeister die Weiherhammer-Uhr, Gemeinde-Anstecker und ein Bild der Gemeinde.

Laut Meier unterliegt das Amt des Bürgermeisters einem Spannungsfeld. Er sei der erste Bürger und der erste Diener seiner Gemeinde. So habe sich Härning auch immer verstanden. Ein Bürgermeister müsse immer das Wohl der Bürger und seiner Kommune im Auge haben. "Du bist der Vater des modernen Weiherhammer", meinte Landrat a.D. Wittmann. Weiherhammer sei für den Landkreis von großer Bedeutung, schon im Hinblick auf die zahlreichen Arbeitsplätze. Besonders beeindruckt habe ihn die soziale Ader Härnings.

Segensreiche Einrichtungen

Etzenrichts Bürgermeister Martin Schregelmann bescheinigte Härning Weitblick und Gabe, um immer das Richtige für die Region zu entscheiden. Er dankte Härning auch für seinen Einsatz für die VG und deren Mitgliedsgemeinden. Mantels Bürgermeister Stephan Oetzinger lobte die beiden segensreichen Einrichtungen, die Zweckverbände für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung der Gemeinden, die unter Härning ausgebaut wurden.

Für ihn sei die Ernennung zum Altbürgermeister Ehre und Freude zugleich, versicherte Härning. Sein Dank galt allen, die ihn während seiner Amtszeit unterstützt hätten. "Die ansässige Industrie, Betriebe, Handwerker und die fleißigen Bürger bringen Weiherhammer weiter voran", zeigte er sich überzeugt. Härning endete seine Dankesworte mit dem Spruch: "Das Beste sollte nicht hinter uns, sondern immer vor uns liegen."
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