Zwei Engel für Laos

Barbara Bergler aus dem Georgenberger Ortsteil Papiermühle (links) und die Vohenstraußerin Sonja Wolf (rechts) haben ihr Abenteuer erfolgreich hinter sich gebracht. Die jungen Frauen berichten von ihren Erlebnissen in Laos. Dort haben sie in einer Grundschule der Stiftung "Engel für Kinder" unterrichtet. Am 19. April singt der Teeniechor im Innovision Center, um die Anliegen der Stiftung zu unterstützen.
Lokales
Weiherhammer
11.04.2015
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Was tun nach dem Abitur? Für Sonja Wolf aus Vohenstrauß und Barbara Bergler aus Georgenberg war das im vergangenen Jahr keine große Frage. Sie entschieden sich, für die Stiftung "Engel für Kinder" drei Monate Grundschüler in Laos zu unterrichten.

Viele Leute wüssten gar nicht, wo das Land liege. So wünschten etliche ihrer Freunde vor der Abreise: "Viel Spaß in Afrika", erzählen die jungen Damen.

Der einzige Binnenstaat in der Mitte von Südostasien wirkte auf die Oberpfälzerinnen nach einer langen und schwierigen Anreise zunächst nicht besonders malerisch. Staubig und dreckig - so hatte sich das Land auf "Google-Bilder" nicht dargestellt, erinnert sich Sonja. Dieser erste Eindruck wich aber schnell der Begeisterung, als die beiden Frauen die vielen Kinder auf dem Schulhof in Ban Sikeud sahen: "Wir hatten die Gewissheit, dass wir hier eine schöne Zeit erleben werden."

Barbara und Sonja wohnten in dem 4800 Einwohner zählenden Dorf Ban Sikeud und unterrichtenen dort zwei Vorschulklassen, eine dritte, vierte und eine fünfte Klasse in Englisch. Zum täglichen Ritual zählen das gemeinsame Zähneputzen und der Morgensport. Nach dem Unterricht machen die Schüler jeden Tag eine Stunde Sport. Sie spielen Volleyball oder üben laotische Standardtänze ein.

Ins Herz geschlossen

Besonders die Kleinsten sind den beiden Frauen ans Herz gewachsen. Auf den vielen Bildern ist zu erkennen, dass die Fünfjährigen ihre Lehrerinnen aus Deutschland schnell liebgewonnen hatten. Für Spiele wie "Komm' mit, lauf' weg" oder "Feuer, Wasser, Luft" seien die Jungen und Mädchen sehr gut zu begeistern gewesen. Zweimal pro Woche gaben sie Musikunterricht in Blockflöte und Trommel. Natürlich nutzten die beiden 18-Jährigen die Gelegenheit, neben der Arbeit auch Land und Leute kennenzulernen.

In der Hauptstadt Vientiane besichtigten sie sämtliche Wahrzeichen, Klöster und Tempelanlagen und schlenderten durch die wunderschönen Märkte am Mekong. Der Stausee Nam Ngum und die Stadt Vang Vieng waren weitere Stationen der Reise.

Die Einladungen zu zwei laotischen Hochzeiten war eine besondere Ehre für Barbara und Sonja. Spätestens beim Abschied war den angehenden Studentinnen klar: "Unsere ersten Eindrücke am Anfang unserer Reise stimmten am Ende gar nicht mehr. Wir fanden Laos viel schöner als auf Google-Bilder."
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