40 Zuhörer bei Bürgerversammlung
Anlieger müssen mitzahlen

Politik
Weiherhammer
21.11.2016
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Die Durststrecke ist überwunden. Bürgermeister Ludwig Biller warnte in der Bürgerversammlung in Kaltenbrunn aber davor, im neuen Haushalt mit Begehrlichkeiten zu rechnen.

Kaltenbrunn. "Wir können finanziell ein bisschen durchatmen. Die Schulden konnten um 1,5 Millionen Euro abgebaut, die Pro-Kopf-Verschuldung auf 1998 Euro gesenkt werden. Doch die Devise lautet: Ausgaben so gering wie möglich halten", führte der Gemeindechef vor rund 40 Zuhörern aus.

Für Kaltenbrunn und Dürnast sei der Antrag zur Dorferneuerung genehmigt. Das Architekturbüro Josef Schneeberger aus Tännesberg erhielt den Auftrag, ein Angebot zur Vertragsabwicklung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung zu liefern. Zur Bildung einer Teilnehmer-Gemeinschaft warb Biller auch um das Mitmachen von Bürgern. Zur Dorferneuerung regte Gerald Meißner Strom-Erdkabel im Ortskern an.

Funkstille bei Banken


"Die Straßenerneuerung im Gemeindegebiet wird uns in den nächsten Jahren sehr stark beschäftigen. Das geht nicht ohne Beteiligung der Anlieger", kündigte Biller an. Für 2017 stehe die Auswechslung der Wasserleitung im Finken- und Leitenweg an. Das kostet rund 50 000 Euro.

Nach dem Abbau des Geldautomaten verhandelten die Vorstände der Raiffeisenbank Auerbach-Freihung wegen einer Geldausgabestelle in einem Geschäft. "Ich habe auch mit der Sparkasse Kontakt aufgenommen wegen des gemeinsamen Betriebs eines Geldautomaten, aber bislang keine Rückmeldung erhalten", räumte Biller ein. Noch acht Bauplätze warteten im "Galgenbühl" auf Käufer. Biller bat ferner die Bürger, mit zu überlegen, welcher Nutzung das leerstehende Erdgeschoss im Kaltenbrunner Rathaus zugeführt werden könne. Zusammenfassend verwies er auf das unverzichtbare Angebot an Vereinen, mit der Bitte, sich zu engagieren. "Ich wünsche mir weiterhin offene Kommunikation. Nützen Sie die Sprechstunde."

"Wo bleibt der Spiegel an der Ecke Kuhbühl/Unterer Markt?" wollte Stefan Gradl wissen. Laut Gemeinderat Wolfgang Braun sieht der Leiter des Ordnungsamts, Martin Beyer, darin auch ein gewisses Risiko und Unfallgefahr. Gradl bemängelte ferner die Pflege des Fußgängerwegs zwischen Weiherteil und Leitenweg.

Die alljährliche Materialauffüllung der Wege "Am Lindenbach" und "Am Weiherteil" durch den Bauhof verursache Probleme bei den immer tiefer liegenden Grundstücks-Zufahrten, monierte Daniel Schweiger. Er plädierte für eine Absenkung um 40 Zentimeter mit dem Räumschild. "Das bringt nichts. Nur der Einsatz eines Gräters," erwiderten Hans Rodler und Herbert Rudolph anhand von Beispielen.

Wirbel um AfD


Unruhe mache sich breit wegen einer geplanten Veranstaltung der AfD, warf Ex-SPD-Gemeinderat Reinhold Tafelmeyer ein. "Ich halte die AfD für sehr gefährlich und verstehe nicht, dass diese Partei in Kaltenbrunn Unterschlupf findet und niemand etwas dagegen macht", erklärte Andreas Scheidler. Er kündigte an, im Taizé-Gottesdienst Zeichen zu setzen gegen Hass und Intoleranz. Gerald Meißner fügte hinzu: "Ich wäre stolz, wenn auch CSU und SPD Zeichen setzen würden."
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