Bürgerversammlung in Kaltenbrunn
Dorferneuerung beginnt am Marktplatz

Politik
Weiherhammer
19.12.2015
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Lag es am fehlenden Reizthema? Die Bürgerversammlung lockte 27 Personen an - ein absoluter Minusrekord. Zur Sprache kamen Dorferneuerung, Wasserversorgung, schnelles Internet und der Baulandpreis.

Kaltenbrunn. Nach der Präsentation von Zahlen, Daten und Fakten kündigte Bürgermeister Ludwig Biller wegen Korrosionsschäden an den Zu- und Ableitungen in den Reinwasserkammern für 2016 eine Sanierung mit Kosten von 10 800 Euro an. Das Gesundheitsamt bestätigte die sehr gute Trinkwasserqualität.

Zu teure Bauplätze


Angedacht sei laut Abwassermeister Wolfgang Braun die Anschaffung eines Standrohrs und von Schläuchen, um bei Wasserentnahme eine Verkeimung mit dem öffentlichen Netz zu verhindern. Vereinsgemeinschaft und Kirchen erhalten eine Info, wie künftig bei Festivitäten zu verfahren sei. Nicht zufrieden gab sich Alexandra Schwerin-Fortner mit den erneuerten Aushangtafeln im Ort. Sie plädierte für abschließbare Kästen. "70 Euro pro Quadratmeter, da kauft doch kein Mensch mehr einen Bauplatz in Kaltenbrunn", merkte hingegen Bernhard Kummer an.

"Wir versuchen, den Kindergarten so zu führen, dass er erhalten bleibt. Der Anstellungsschlüssel wurde immer angepasst", versicherte Karl Bauer auf Nachfrage. Mit dem Kaltenbrunner Kindergarten gebe es keinerlei Probleme in der Haushaltsführung. Das wird vorbildlich gemacht", stellte auch der Rathauschef klar.

"Es hat mich schon überrascht, warum das so pressiert mit dem Dürnaster Gemeinschaftshaus, noch dazu bei der angespannten Finanzlage", warf Reinhold Tafelmeyer ein. Dies sei eine Zukunfts-Grundsatzentscheidung und es gehe auch um die Förderung, verbunden mit Eigenleistung, erwiderte Biller. "Wir wollen in kleinen Orten noch was tun, um das Leben aufrechtzuerhalten." Biller bezifferte die Einsparung bei den freiwilligen Leistungen auf Anfrage von Hermann Neubauer mit 40 000 Euro.

Lob für Elterninitiative


Für die Umgestaltung des Kinderspielplatzes lobte der Gemeindechef die Elterninitiative, die sich ideell und durch Eigenleistung eingebracht habe. 30 000 Euro seien 2016 als Planungskosten für die Dorferneuerung angesetzt. "Wir werden in kleinen Schritten vorgehen. Als erstes ist die Neugestaltung des Marktplatzes an der Reihe, natürlich mit Bürgerbeteiligung", sagte Biller. Im Frühjahr würden auch die Straßenrisse beseitigt werden.

Billers Dank galt den ehrenamtlich Engagierten in den Vereinen, insbesondere der Feuerwehr. Lob erhielten zudem jene, die sich um Jugend und Senioren kümmern.

Ab Februar schnelles InternetMarkus Jobst von der Jobst DSL Amberg informierte über die bevorstehende Erschließung der sieben Telekom-Kabelverzweiger mit zehn Meter hohen Antennenmasten. Falls kein Wintereinbruch komme, soll die Bauphase im Januar beendet sein. "Im Februar werden die ersten Kunden ins Netz geschaltet."

Jobst bemerkte, dass durch die neue Technik eine niedrigere Funkbelastung entstehe. Bestandskunden könnten jederzeit ins neue Netz wechseln. Angeboten werden drei Bandbreiten-Varianten mit verschiedenen Download-Geschwindigkeiten und Telefonie-Flatrates. "Muss ich als Telekomkunde wechseln?" Diese Frage von Reinhold Tafelmeyer beantwortete Jobst mit "Ja, weil wir der einzige Anbieter sind".

Wolfgang Braun sprach in diesem Zusammenhang das Notruf-Problem in Dürnast an. Das sei ein Problem des Routers bei einem Software-Update, erklärte Jobst. Deshalb schickt er an alle Kunden eine E-Mail, mit der Bitte um Überprüfung der Software. (bk)
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