14 Schüler absolvieren Elternpraktikum
Achtung, Baby!

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Weiherhammer
22.10.2016
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Was erwartet uns, wenn wir Eltern sind? Die Antwort darauf wissen nun zehn Mädchen und vier Buben der 9. Klasse der Mittelschule. Denn sie absolvierten ein Elternpraktikum.

Freiwillig meldeten sich die Neuntklässler für das Elternpraktikum der Jugendsozialarbeit und der katholischen Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen der Caritas.

Sozialarbeiterin Maria Rübe-Hitzinger und Susanne Schuster stellten immer zwei Schüler zu einem Elternpaar zusammen. Jedes Paar erhielt am Freitag eine Puppe, die einem Baby sehr ähnlich sah und auch dessen Verhalten simulierte. So war der Babysimulator derart programmiert, dass er den Tagesablauf eines echten Babys abbildete. Die Folge: Der Simulator musste wie ein echter Säugling gepflegt und betreut werden.

Realität ganz nah


Das Baby konnte also schreien, Bäuerchen machen, husten und zufriedene Laute von sich geben. Es musste gefüttert, gewickelt und in den Armen gewiegt werden. Jedes Schülerpaar nahm die Baby-Attrappe mit nach Hause und war für Betreuung und Versorgung verantwortlich. Es konnte jedoch nicht einfach an eine andere Person abgegeben werden, da sich die Schüler zur Erkennung mit einem Chip bei ihren Baby anmelden mussten.

Nach der ersten Nacht trafen sich die Schüler-Eltern zu einem Erfahrungsaustausch, bei dem sie sich über das Baby austauschten. Die Stimmen der jungen Eltern fielen dabei recht unterschiedlich aus. So meinten die einen: "Unser Baby war recht brav." Andere dagegen klagten: "Wir sind total müde." Am Montag nach der Schule war das Elternpraktikum zu Ende. Die Schüler mussten die Babypuppe nach drei Tagen wieder abgeben.

Laut Susanne Schuster erfuhren die Schüler durch dieses Praktikum, dass bei einem Baby nicht die eigenen Vorhaben im Vordergrund stehen dürften, sondern das Kümmern um das Baby Vorrang haben müsse. Durch das Elternpraktikum soll auch das Bewusstsein geschaffen werden, was es für Folgen hat, früh ungewollt schwanger zu werden.

Hilfe der Eltern ein Muss


Den Schülern sei auch klar geworden, dass man bei einem Baby auf Hilfe durch die eigenen Eltern oder Großeltern angewiesen ist. Auch hätten sie die Hilfsangebote der Beratungsstelle der Caritas kennengelernt.
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