30 Jahre Ortsgruppe Weiherhammer des Landesbundes für Vogelschutz - 147 Mitglieder
Unermüdlicher Einsatz für die Natur

Vermischtes
Weiherhammer
17.12.2014
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Der Naturschutz ist wichtiger denn je, deshalb muss er zu einer Daueraufgabe für jeden werden. Diese Forderung beherrschte die Feier zum 30-jährigen Bestehen der Ortsgruppe Weiherhammer und Umgebung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) am Lohbachwinkel. Experte Markus Liebl stellte in seinem Vortrag "Glücksbringer in Not - Fledermäuse im 21. Jahrhundert" ein faszinierendes Säugetier vor.

Bevor der Vorsitzende der Ortsgruppe, Simon A. Küblböck, auf das Jubiläum einging, erinnerte er an die Arbeit im zu Ende gehenden Jahr. So hat die 147 Mitglieder zählende Ortsgruppe den Markt Mantel bei der Sicherung eines Fledermaus-Winterquartiers in Steinfels unterstützt. Wegen des starken Eichenanflugs wurde auf einer gepachteten Wiese im Übergang vom Wald zur Haidenaab eine Fläche entbuscht.

Viele fleißige Helfer

An der Trippacher Weiherkette betreiben die Mitglieder eine Futterstelle für Wintervögel und haben den Weiherdamm gemäht. 60 bis 100 Millionen Jahre alte Steine dienen hier als Heimstätte für Schlangen. Die Naturschützer planten und erneuerten den Storchenhorst in Etzenricht, außerdem pflegten und mähten sie die Haidenaabaue. Fleißige Helfer haben dort Kästen für Vögel aufgehängt. Auf der eigenen Waldfläche Benzerlohe in Etzenricht haben sie den Anflug entnommen und die Kopfweiden in der Aue bei Weiherhammer zur Verschönerung geschnitten.

Einen Zuwachs an Grundstücken von insgesamt 4,5 Hektar kann man in Kohlberg für den Feuersalamander, in Weiherhammer eine Wiese mit Altwasser für die Zugvögel und den Biber in der Haidenaabaue sowie ein Stück des Lohbaches als Schenkung vermelden.

Die Finanzierung der Ankäufe wird nach den Worten Küblböcks durch den Bayerischen Naturschutzfond, Ausgleichsgelder des Landkreises, Mitgliedsbeiträge sowie von Bußgeldern von Gerichten und durch Schenkungen getragen.

Der Natur etwas zurückzugeben lautet seit Jahren das Ziel der Naturschützer. Die Mitglieder pflegen eine lebendige Partnerschaft zum Erhalt einer lebenswerten Heimat für Mensch und Tier, erklärte Küblböck. Besonders die Eigentumsflächen des LBV leisteten einen Beitrag, um die Landschaft und Natur für den Menschen lebendig zu erhalten.

Bei der Gründung der Gruppe im Jahr 1984 standen viele Themen auf der Agenda: "Protest gegen die Naturzerstörung durch den Kiesabbau in der Haidenaabaue", "Anlegen von Hecken", "Schaffung von Stillgewässer für den Weißstorch" sowie "Horstbau in Mantel und Etzenricht". Außerdem haben die Mitglieder seither Kästen für Vögel und Fledermäuse aufgehängt, Winterquartiere geschaffen, Amphibiendurchlässe in Kohlberg und Trippach ermöglicht und Mäh-Aktionen für Wiesenbrüter gestartet. Die Ortsgruppe wies zudem auf die Nitratbelastung der Trinkwasserbrunnen in Mantel hin, sammelte Unterschriften gegen Temelin, bot Exkursionen an, organisierte Ausflüge und feierte Storchen- sowie Hollunderfeste.

Blick auf Schönheiten

Mittlerweile habe man den Ankauf von Grundstücken forciert, erklärte Küblböck weiter. Bisher seien 250 000 Euro durch die Ortsgruppe in diese Gebiete zum Erhalt der Natur geflossen. Als Besitzer von Biotopen mit 16 Hektar sei der LBV in der Lage, langfristig diesen Naturbereich zu erhalten und zu entwickeln. Vor Ort bestimmten Themen wie "Fracking, Windräder und die Monokulturnen in der intensiven Landwirtschaft" den Alltag. "Trotz aller globalen Probleme dürfen und wollen wir vor Ort nicht den Blick auf die Schönheiten der Heimat verlieren."

Die Bürgermeister Ludwig Biller (Weiherhammer) und Martin Schregelmann (Etzenricht) sowie dritter Bürgermeister Richard Kammerer (Mantel) übergaben bei der Jubiläumsfeier Geschenke. Sie erhielten im Gegenzug Fledermauskästen. Glückwünsche sprachen auch die Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz, Sonja Reichholdt, und der Tännesberger Ortsvorsitzende Toni Wolf.
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