300 Tage mit dem Rucksack durch Südostasien
Tagelang nur Kängurus und Kühe

Grüße aus dem Qutback. Miriam Högen posiert für die Kamera mit einem Känguru. Die 24-Jährige tourte drei Monate lang allein durch Südostasien und Australien. Repro: bk
Vermischtes
Weiherhammer
04.04.2016
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Atemberaubend und abenteuerlich waren die Erlebnisse, die Miriam Högen dem Evangelischen Frauenkreis schilderte. Die 24-Jährige war als Rucksacktouristin 300 Tage allein in Südostasien unterwegs.

Kaltenbrunn. Ihr Reisereport lockte fast 50 Zuhörer an. Sie verfolgten staunend den 75-minütigen Vortrag im Gemeindehaus.

Nach 40-stündiger Anreise von Prag über Paris nach Hanoi war die Überraschung groß: Tausende Roller auf den Straßen und unzählige kleine Restaurants mit asiatischen Spezialitäten sorgten für ein unverwechselbares Ambiente, berichtete Högen. Auf ihrer Route erreichte sie zum Neujahrsfest im April das Weltkulturerbe Prabang in Laos. Traditionell wird der Beginn der Regenzeit mit einer Wasserschlacht in den Gassen der Stadt gefeiert. Touristen und Einheimische rückten eng zusammen.

Weiter ging es mit einer ganztägigen, atemberaubenden Busfahrt durch die Berge Richtung thailändische Grenze. So wurde aus einem Kleinbus im Handumdrehen ein vollbeladenes Transportmittel für Mensch und Tier; "denn in Laos geht man zu diesem Fest mit einem Gockel auf Reisen", sagte die 24-jährige Kaltenbrunnerin. Ein weiteres Highlight war für die Weltenbummlerin der Pai-Canyon im Norden Thailands. Diesen entdeckte sie bei einer anstrengenden Radtour durch die Berge. Natürlich probierte Högen die thailändische Küche. Auf dem Speiseplan standen schon mal frittierte Maden - das Bild davon löste bei den Zuhörern ein Murmeln aus.

"Bei der Fahrt auf einem gemieteten Roller durch den Dschungel der Insel Koh Pangang kündeten sich schon von weitem durch Gebrüll Affen an", erzählte die junge Frau. Unvergessliche Eindrücke hinterließen bei ihr die Reisterrassen auf Bali, die bis dato von Hand angebaut und bewässert werden. Auf was sie sich nach dem dreimonatigem Aufenthalt in Asien besonders freute? "Auf ein Nutella-Brot in Perth im Bundesstaat Western-Australia", erklärte die Referentin lachend. Um mehr von diesem Kontinent zu sehen, kaufte sie sich kurzerhand ein Auto und legte 20 000 Kilometer zurück. Zur Finanzierung arbeitete Högen drei Monate in einem Pub im Outback. "Die nächste Ortschaft lag 120 Kilometer entfernt", berichtete sie.

"Dort konnte man die Endlosigkeit des Kontinents fühlen: 1000 Kilometer lange, kerzengerade Straßen durch kaum besiedeltes Land. Oft sah ich tagelang nur Kängurus und Kühe. Einmal konnte ich von der Küste aus Wale beobachten." Der Anblick der Oper in Sydney war für sie ein schöner Abschluss der Reise.
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