60 Jahre SPD Kaltenbrunn
"Rote" halten inne und feiern

Vorsitzender Reinhold Tafelmeyer (rechts) und Festredner Uli Grötsch (hinten, Mitte) ehrten auf der Feier zum 60-jährigen Bestehen elf Mitglieder für ihre langjährige Treue zur Sozialdemokratie. Bild: bk
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Weiherhammer
04.10.2016
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60 Jahre SPD: Festredner Uli Grötsch definiert deutlich die Position zu drängenden Fragen und sieht den historischen Auftrag der Partei bei weitem noch nicht erledigt.

Kaltenbrunn. "Mit 60 kann man noch träumen, ohne Angst etwas zu versäumen; mit 60 kann man noch hoffen, da steh'n die Wege noch offen ..." Mit diesem Lied machte das Duo "Rauhreif" mit Gisela Reil und Ulrike Rauch der SPD Mut für die Zukunft.

Vorsitzender Reinhold Tafelmeyer freute sich über Partei-Abordnungen aus Mantel, Weiherhammer und Kohlberg sowie örtlicher Vereine, einschließlich der CSU, die dem Festabend im "Posthorn" Format gaben. Der seit 2002 Amtierende reflektierte 60 Jahre Vereinsleben und erinnerte an seine Vorgänger Johann Schweiger, Josef Stich, Karl Teplitzky, Willy Reinke und Horst Krauß.

Höhen und Tiefen


Keine andere Partei habe in der deutschen Geschichte so viele Höhen und Tiefen erlebt, und keine fühle sich so ihren Grundwerten verpflichtet, "weil wir es uns nie leicht gemacht haben" führte Bundestagsmitglied Uli Grötsch aus. Der Auftrag in den 150 Jahren war, das Leben der einfachen, arbeitenden Menschen jeden Tag ein bisschen besser zu machen. "Unser historischer Auftrag ist nicht erledigt, er endet nie", betonte Grötsch, und fügte hinzu: "Denn Frauen in Deutschland verdienen immer noch 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, bessere Bildung ist immer noch eine Frage der Herkunft, und Beruf und Familie sollten vereinbar sein." Die aktuellen Themen Rente, Familie, Gesundheit und Pflege seien deshalb sehr hoch anzusehen. "Es ist schon wichtig, dass es euch gibt", wandte sich der Festredner an die CSU. Parteien müssten in einer Sprache mit den Menschen kommunizieren, die sie verstehen könnten, unterstrich Grötsch. "Wir wollen auch in Zukunft miteinander streiten, diskutieren, aber ohne persönliche Angriffe und stets so, dass sich die Menschen willkommen fühlen, weil nur so Politik und Demokratie funktionieren."

Bürgermeister Ludwig Biller gratulierte und dankte gemeinsam mit Stellvertreter Severin Hirmer dem Ortsverein. "60 Jahre Einsatz für eine lebenswerte Gemeinde sind aller Ehren wert. Kaltenbrunn und Weiherhammer ziehen an einem Strang", sagte Fraktionssprecher Rainer Vater. Die stete Unterstützung hob FC-Chef Sepp Pritzl hervor.

MitgliederehrungSeit 40 Jahren ist Rudi Witzl Mitglied der SPD, 25 Jahre macht Hermann Meissner mit. Seit 20 Jahren steht Heinz Kassner zur Partei. Seit 15 Jahren sind Wolfgang Braun, Erika Striegl und Reinhold Tafelmeyer dabei, Willy Hauptstein, Bardo Koppmann und Veronika Thiede seit 10 Jahren. Seit 45 Jahre ist Adolf Schuller Schriftführer. Kassier Karl Klier ist seit 30 Jahren im Amt. (bk)
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