Ade, „Alleskönnerin“
Grund- und Mittelschule verabschiedet Rektorin Inge Schley

Jede Menge Dank und die besten Wünsche für den weiteren Lebensweg begleiten Rektorin Inge Schley (Vierte von links) in den Ruhestand. Dass sie ihren Job gut gemacht hat, bestätigten unter anderem (von links) Karin Bertl, Ehemann Josef Schley, Rudi Götz, Ludwig Biller, Martin Schregelmann, Christine Söllner, Stephan Oetzinger, Jitka Rehorova, Nina Rotbauerova, Dana Pflaum und Gerhard Steiner. Bild: baw
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Weiherhammer
29.07.2016
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Jede Menge Dank und die besten Wünsche für den weiteren Lebensweg begleiten Rektorin Inge Schley (Vierte von links) in den Ruhestand. Dass sie ihren Job gut gemacht hat, bestätigten unter anderem (von links) Karin Bertl, Ehemann Josef Schley, Rudi Götz, Ludwig Biller, Martin Schregelmann, Christine Söllner, Stephan Oetzinger, Jitka Rehorova, Nina Rotbauerova, Dana Pflaum und Gerhard Steiner. Bild: baw

Für Rektorin Inge Schley beginnen dieser Tage immerwährende Ferien. Dass ihr dennoch etwas mulmig ist, bewies die Abschiedsfeier an ihrer "Traumschule" am Donnerstag.

"Wie herrlich ist es, nichts zu tun, und dann vom Nichtstun auszuruhn." Dies gelte nun auch für unsere Rektorin, meinte Konrektor Gerhard Steiner bei der Party in der Turnhalle. Einzeln nahmen die zehn Klassen Abschied und wünschten Schley alles Gute für die kommende Zeit, in der sie sich verstärkt ihren Hobbys Lesen und Reisen widmen will.

Unter den Wünschen waren aber auch, dass ihr im Ruhestand ihr Ehemann nicht auf die Nerven gehe und sie bald Oma werde, damit sie fit bleibe. Die Kinder überreichten selbst gefertigte Geschenke. Die Arbeitsgemeinschaft Tschechisch verabschiedete sich mit einem Lied. Obwohl die Rektorin für die Schüler aller Klassen kleine Geschenke vorbereitet hatte, zeigte sie sich von vielem total überrascht.

"Der Ruhestand ist das, worauf man sein ganzes Leben lang hinarbeitet, und sich dann erschrocken wundert, wenn es schon soweit ist", meinte Konrektor Steiner. Er erinnerte daran, dass Schley im Schuljahr 2001/2002 als Konrektorin ihren Dienst unter Rektor Josef Benker antrat. Nachdem dieser im Frühjahr 2002 Schulrat wurde, übernahm sie die Leitung kommissarisch bis zum Amtsantritt von Peter Junge. Nachdem auch Junge die Laufbahn als Schulrat eingeschlagen hatte, übernahm sie den Chefsessel.

Ihre Bilanz kann sich sehen lassen: So pflegt sie eine intensive Partnerschaft mit der Schule in Cheb (Eger). 2008 etablierte sie eine Jugendsozialarbeiter-Stelle an der Schule, 2007/08 kam eine gebundene Ganztagsklasse dazu, die aber wieder aufgegeben werden musste.

Seit dem Schuljahr 2010/11 existiert ein Mittelschulverbund mit der Pestalozzischule Weiden. Weitere Marksteine sind das Schulobstprogramm und das Schülercafé. Unter Schleys Ägide öffnete die Schülerfirma "Shopette", dazu kamen ein verschönerter Pausenhof, ein neues Logo und das Leitbild.

Auch Baumeisterin


Die größte Kraftanstrengung verlangten der Schulleiterin der Bau des Erweiterungstrakts und die Sanierung der Hauptschule ab. Auch an der Grundschule gab es umfangreiche Sanierungsarbeiten. Mit einem Lied zum Ruhestand, einem Gutscheinbuch und Blumen sagte das Lehrerkollegium der hochgeschätzten Chefin Adieu.

Schulamtsdirektorin Christine Söllner stellte fest, dass es nicht leicht sei, eine Schule zu leiten. Schley habe sich stets allen Herausforderungen gestellt und sie als Pädagogin mit Herz, Hand und Verstand gemeistert. "Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und mit dem Sachaufwandsträger für die richtige Weichenstellung für die Grund- und Mittelschule Weiherhammer gesorgt."

Grüße aus Böhmen


Dank und gute Wünsche kamen auch von Bürgermeister Ludwig Biller, auch im Namen etlicher Amtskollegen. "Sie waren die Rektorin, die wir uns gewünscht haben", versicherte das Gemeindeoberhaupt. Die Bürgermeister übergaben Shopping-Gutscheine. Eine Ruhebank überreichte Karin Bertl vom Elternbeirat. Sie versicherte Schley, dass sie "Alleskönnerin und Managerin" gewesen sei. Auch Jitka Rehorova und Nina Rotbauerova von der Partnerschule Eger sparten nicht mit Lob. Sie übergaben neben Geschenke auch die goldene Medaille der Stadt Eger.

"Es war schön, zu euch zu gehören", versicherte Schley den Kollegen. Noch bedeute für sie die Pensionierung auch Verlust. Sie habe 41 Jahre ihren Beruf gern ausgeübt.
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