Adolf Küblböck tritt zurück
Neue Front beim Vogelschutz

Alle Vorstandsposten der Ortsgruppe Weiherhammer und Umgebung sind nach den Wahlen in der Jahreshauptversammlung besetzt. Neue Vorsitzende ist Karin Bertl (rechts), ihr Stellvertreter Adolf Küblböck (Dritter von links), Kassier Manfred Häring (Vierter von links) und Schriftführer Mirko Bertl (Zweiter von rechts). Bild: baw
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Weiherhammer
25.02.2016
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Wenn rund um Weiherhammer die Sprache auf den Landesbund für Vogelschutz kommt, ist dies immer mit einem Namen verbunden. In der Jahreshauptversammlung trat Adolf Küblböck, der die Ortsgruppe 28 Jahre führte, in das zweite Glied zurück. Nachfolgerin ist Karin Bertl, die 20 Jahre die Kassengeschäfte erledigte.

Neue Gesichter sind in der Führungsmannschaft der Naturschutzgruppe vertreten. Küblböck wird mit seinem Wissen und seiner Erfahrung die neue Vorsitzende als Stellvertreter unterstützen. Die Kasse führt Manfred Häring aus Hannersgrün und neuer Schriftführer ist Mirko Bertl. Als Beisitzer fungieren die Etzenrichter Max Hammer und Kurt Waldeck.

"Ein Stück heile Welt für Mensch und Natur zu schaffen, war auch im vergangenen Jahr das Ziel", meinte Küblböck im Rückblick. Anerkennung sprach er allen Naturschützern aus, die bei Arbeitseinssätzen mithalfen. Nach seinen Worten geschehe der Artenrückgang in Wald und Flur schleichend und werde in der Regel von der Bevölkerung nicht registriert.

Fruchtbare Erde


Das Bienensterben mit gravierenden Auswirkungen schaffte es kurzzeitig in die Schlagzeilen. Vögel und andere Tiere hätten den Lebensraum in den landwirtschaftlichen Monokulturen aufgegeben und seien in die Städte und Dörfer abgewandert oder ganz verschwunden. Eine flächendeckend ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft könnte die Bodenfruchtbarkeit, das Grundwasser und die Artenvielfalt verbessern. Da die Gesetzeslage im Naturschutzrecht zu schwach sei, um Flora und Fauna lebendig zu erhalten, werde sich die Ortsgruppe weiter engagieren.

Grundvoraussetzung sei die finanzielle Unterstützung durch den Naturschutzfonds Bayern, die untere Naturschutzbehörde, die LBV-Mitglieder und Spenden. Die Finanzkraft reiche aber nicht, jedes angebotene Grundstück zu kaufen. In Mantel, Weiherhammer, Etzenricht und Kohlberg werde man bevorzugt auf die 16,1 Hektar umfassendene Eigentumsflächen setzen und für den Erhalt der heimischen Flora und Fauna sorgen und diese weiterentwickeln.

Tierisches Zuhause


Die Grundstücke am Klingenbach sowie am Eichel- und Lohbach wurden vermessen und mit Grenzsteinen markiert. Die sind für die Fauna wichtige Rückzugsorte. Wiesenbrüter, Weißstörche, Kiebitze oder Blaukelchen nutzen Grünflächen und Altwasserarme als Lebensraum. Für die Flächen in der Haidenaab-Aue wurde mit der Landesgeschäftsstelle und der Naturschutzbehörde ein Pflegekonzept erstellt.

In Trippach gebe es seit Jahren eine Winterfütterung für Vögel. Unter den geringen Niederschlägen hatten die Weiher in Trippach zu leiden. In Trippach und Weiherhammer werden Nistkästen für Vögel und Fledermäuse betreut. Besonders erfolgreich war die Aufzucht von fünf Störchen in Etzenricht. Linda und Max Hammer sind seit über 30 Jahren im Storchenschutz tätig.

Bürgermeistervertreter Richard Kammerer aus Mantel und Gemeinderätin Johanna Kraus dankten der Ortsgruppe. Günter Klein aus Trabitz zeigte abschließend einen Lichtbildvortrag über Flora und Fauna im Haidenaabtal. (Hintergrund)
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