Bälle für Bamenda
Vier Studenten helfen Waisenkindern in Kamerun

Die Waisenkinder aus Bemanda in Kamerun sind dankbar und froh über jeden, der sich für sie Zeit nimmt. Bild: hfz
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Weiherhammer
07.01.2016
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Wenn Christoph Tafelmeier in den Semesterferien im März nach Kamerun fliegt, hat er zahlreiche Sportmaterialien im Gepäck. Das ist zumindest seine große Hoffnung. Gemeinsam mit Angelika Schubert, Judith Kalb und Martin Schwarzfischer hat der Weiherhammerer das Projekt "Go for it" gegründet.

Die Sportstudenten wollen damit die "MISSPA Orphanage School" für Waisenkinder in Bamenda, der viertgrößten Stadt Kameruns, unterstützen. "Dort gibt es wirklich nichts", betont Tafelmeier. Schulhefte und Stifte, aber auch Trikots, Bälle, Seile oder Hütchen wollen er und seine drei Freunde im Frühjahr in der Schule abgeben.

Die Schüler werden dort von ehrenamtlichen Lehrern unterrichtet. Sie arbeiten eigentlich an einer staatlichen Schule und kommen in ihrer Freizeit zum Waisenhaus. "Die Kinder stehen morgens auf, gehen in die jeweiligen Räume und hoffen, dass jemand kommt. Oft fällt der Unterricht allerdings aus", beschreibt Tafelmeier die aktuelle Lage. Ziel von "Go for it" sei deswegen, zumindest in diesen vier Wochen im März ein geregeltes Programm anzubieten. Es sollen aber auch freiwillige Helfer ausgebildet werden, die diese Aufgabe später übernehmen.

Nicht nur Sport


Tafelmeier und seine Freunde sind Lehramtsstudenten. Jeder von ihnen will in Bamenda in seinem Fach unterrichten: Mathe, Musik oder Kunst. Im Vordergrund werde aber Bewegung stehen, schließlich ist Sport ihr Kernfach. Die vier haben sich über die Regensburger Ballschule kennengelernt. Deren Konzept wollen sie nun in Afrika anwenden. "Vielfältige Bewegungserfahrung mit möglichst vielen verschiedenen Bällen", beschreibt es Tafelmeier. "Wir haben schon ganze Trikotsätze von Vereinen bekommen", erzählt der Sportler. Privatleute haben Geld gespendet, das ebenfalls in Sportgeräte investiert wird. Weitere Einnahmen hat "Go for it" durch Tombolas und Basare an der Universität Regensburg erzielt. "Wir versuchen, bei den Fluggesellschaften Übergepäck zu beantragen. Bisher sieht es gut aus."

Die Reise finanziert das Quartett selbst. "Am Flughafen werden wir dann mit einem großen Auto abgeholt - hoffentlich." Die große Entfernung und Kommunikationsschwierigkeiten seien zwei Probleme, mit denen die Studenten immer wieder zu kämpfen hätten. "Wir haben einen ehrenamtlichen Helfer der dort alles koordiniert", erzählt Tafelmeier. Der Kontakt sei durch Angelika Schubert entstanden. Sie hat bei einem Austauschprogramm bereits an der Schule unterrichtet. "Das Projekt wurde dann aber wegen Korruption eingestellt." Deswegen haben die vier beschlossen, das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. "Wir haben keine große Organisation im Rücken, sondern machen alles privat. Das ist schon etwas anderes", betont Tafelmeier. Trotz möglicher Probleme freue sich das Team auf Kamerun. Das liege auch an den Kindern, mit denen die Studenten schon über Videochat Kontakt hatten. "Die freuen sich. wenn sich jemand mit ihnen beschäftigt."

Testphase


Grundsätzlich seien die vier Wochen im März eine erste Testphase. Klappt alles, will "Go for it" längerfristig helfen. "Wir haben viele Mitstudenten - vor allem aus dem Sportbereich - die sich auch gerne engagieren würden." Der Name "Go for it" selbst hat übrigens keine tiefergehende Bedeutung. "Wir wollten etwas einfaches und griffiges", erklärt Tafelmeier.

KontaktSpendenkonto

Go FOR IT GbR, IBAN: DE79 7505 0000 0026 8006 49, BIC: BYLADEM1RGB, Sparkasse Regensburg

Kontakt

www.facebook.com/go.for.it2016

Christoph.Tafelmeier@gmx.net
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