Beckenweiher der historische Mittelpunkt der Gemeinde - Seit 75 Jahren unter Naturschutz
Ohne ihn gäbe es Weiherhammer nicht

Vermischtes
Weiherhammer
17.12.2014
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Der Ursprung und historische Mittelpunkt Weiherhammers ist der Beckenweiher. In der Vergangenheit war er neben der Haidenaab und Röthenbach für das Hüttenwerk von größter Bedeutung, da die zahlreichen Blasbälge, Hämmer und Aufzüge mit Wasserkraft betrieben wurden.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde er in der Grenzbeschreibung des Marktes Mantel aus dem Jahr 1654: "...von der Haydtnabe über den Beckherweiher hinüber und dann herauf auff die Gemeinweyher zu, von dar, auf die Freyhungerstraß gegen Berg hinauf...". Den Zulauf bildete damals der "Alte Wassergraben" (Brandner), der von der Haidenaab durch den "Marktkammerweiher" in den Beckenweiher lief.

Zur Zeit der Werksgründung im Jahre 1717 befand sich das Gewässer im Besitz des Etzenrichters Müllers Balthasar Haberstumpf, der ihn 1719 an die Sulzbacher Hofkammer veräußerte. 1795 erwarb den "Kameral-Weiher", wie er zu jener Zeit genannt wurde, das Oberst-, Münz- und Bergmeisteramt München, da sich das Werk seit 1790 in bayerischer Oberhoheit befand und der Amberger Hofkammer zugeordnet war. Seine Fläche betrug damals 557/8 Tagwerk - einschließlich Damm. Aus dieser Zeit stammt die erste kolorierte Aufzeichnung einer Vermessung des Weihers.

Die damaligen Werkleiter hatten "das Recht zur Ausübung der Kleinen Jagd und Fischerei" auf dem Weiher, das heißt, sie durften Wasservögel und anderes Wasserwild wie Fischotter und Biber jagen sowie Fische züchten und fangen. Als jährliche Pacht hatten sie 25 Gulden für das Fischwasser und 2 weitere für das Jagdrecht zu entrichten.

Seit 1939 steht der Beckenweiher unter Naturschutz, was verschiedene Vorschriften und Einschränkungen in Bezug auf Wasserjagd und Fischerei einschließt. Die Erhebung des Weihers zum Naturschutz kam damals auf viele eindringliche Bittgesuche der Lehrerschaft und Heimatfreunde von Weiherhammer hin zustande. (Text/Bilder: Lothar Kraus)
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