Fastenprediger spricht in überfülltem Feuerwehrhaus
Starkbier besiegt Bayern

Kein Blatt vor den Mund nahm Bruder Barnabas (Hans Säckl) in seiner Fastenpredigt. Bild: baw
Vermischtes
Weiherhammer
07.03.2016
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Kein Blatt vor dem Mund nahm Bruder Barnabas beim Starkbierfest der Feuerwehr. Große Politik, Geschehnisse im Ort und in der Nachbargemeinde Etzenricht bekamen ihr Fett ab.

(baw) Obwohl der Bundessligaschlager zwischen Dortmund und Bayern München lief, war das Starkbierfest im Gerätehaus der größere Besuchermagnet am Samstagabend im Ort. Verständlich, dass die Verantwortlichen um Vorsitzenden Raymund Buchmann bei diesem vollen Haus strahlten. Immer wieder versuchten sie, noch einen Tisch unterzubringen. Selbst die Kapelle "oina wenga Boysz", die für großartige Stimmung sorgte, musste von ihrem eingeplanten Platz weichen und im Gang weiter spielen.

Partner reisen an


Bruder Barnabas (Hans Säckl) hieß mit "Hallo ihr Leut, Grüß Gott ihr alle, ich begrüß euch in der Fahrzeughalle" Abordnungen der Partnerwehren Lugau und Ilsenbach sowie Wehren aus Kaltenbrunn, Kohlberg, Etzenricht und Mantel willkommen. Auch die örtlichen Vereine waren stark vertreten.

"Seit 13 Jahren steh' ich hier, ich lobe und ich kritisier. Was hier im Land und Ort geschieht, ich mach da keinen Unterschied. Ob grün, ob gelb, ob schwarz und rot, ob Kaviar, ob Butterbrot, und bei den Rentnern sieht man gleich, den Unterschied von Arm und Reich. Die Schere driftet auseinander, das wird noch ein schlimmer Katzenjammer."

Scharf kritisierte er den Personalmangel bei Polizei, Schulen, Gerichten, Verwaltungen, Krankenhäusern und Bundeswehr. Auch die Gemeinde kam nicht gut weg. "Und nun zu euch im Tal der Naab, wo ich gern am Bier mich lab. Die Edeka geht jetzt fort, nicht weit, nur in den Nachbarort. Jetzt müssen die, die hier einkaufen, ganz schön laufen. Wie konnte denn das nur gescheh'n? Es waren doch nicht viel dageg'n. Wer hat den dies nur verbockt und die Edeka verzockt?

Was Neues ist auch nicht in Sicht, das freut die Leut' aus Etzenricht. Die sind auf euch ja etwas sauer, vielleicht warn die einfach nur schlauer. Die haben nicht lange rumgefragt, sondern sofort ja gesagt."

"Ein neuer Bauhof ist in Planung, schon viele haben davon Ahnung. Grenzüberschreitend soll er werden und schon wieder gibt's Beschwerden. Und wieder kommt's aus Etzenricht. Ich glaub', die mögen euch einfach nicht. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass man zusammen dann und wann auch erfolgreicher sein kann."

"Und nun zu einem anderen Problem. Ich wusste gleich, das wird nicht geh'n. Das Rathauscafé wunderbar, steht wieder ohne Wirt jetzt da und wieder gab es da Beschwerden, es müsst länger geöffnet werden. Schon morgens, wenn der Bauch erwacht, bis abends wenn der Mond schon lacht. Doch allen Leuten recht getan, ist eine Kunst die keiner kann."

Auch die TSG-Fußballer verschonte Bruder Barnabas nicht mit Kritik. "Und zum Schluss stell' ich noch fest, dass bei den Fußballern kein Vorstand sich finden lässt. Ich kann es wirklich nicht versteh'n. Lässt man so einen tollen Verein den Bach runter geh'n. Es wär egal, ob Frau oder Mann, der Fußball blieb am Leben dann. Und wenn ihr wollt, ich könnt versuchen, Hilfe von ganz oben suchen."

Volkszählung


Spannung kam auf, als Matthias Wolfram zur Volkszählung aufrief. Dabei wurde der Verein gesucht, der mit den meisten Mitgliedern und Vereinskleidung erschienen war. Hier zeigte sich die Wasserwacht wieder von ihrer starken Seite. Für die 18 Wasserratten gab es einen Gutschein über zehn Liter Bier. Den zweiten Platz belegten die Spritzenmänner aus Lugau vor der Kaltenbrunner Wehr. Die Gastgeber waren außer Konkurrenz, sie mussten bei der Bewirtung Schwerstarbeit verrichten.
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