Fleißig wie ihre Bienen
Imker meistern Klimawandel

Vermischtes
Weiherhammer
03.02.2016
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Die Bienenzucht leidet durch Klimawandel, Verarmung der Natur und Varroamilben. Doch die Imker nehmen die Herausforderungen an.

Kaltenbrunn. Rudi Prölß, Vorsitzender des Imker- und Bienenzuchtvereins (IBZV), zeigte sich zufrieden: "Der trockene, heiße Sommer 2015 bescherte uns einen nicht erwarteten Eintrag aus dunklem Blatt- und Waldhonig, der erst nach Wochen zu kristallisieren begann."

Fast alle Aktiven der nun 38 Mitglieder kamen zur Hauptversammlung, unter ihnen auch die Neu-Imker Silke und Bernhard Wurzer. Schwankende Temperaturen von bis 10 Grad plus hätten im Januar Unruhe in die Wintertrauben der Bienenvölker gebracht. Mit einer verfrühten Brutpflege begann auch die Varroavermehrung viel früher als üblich, berichtete Prölß. In einem Teil der Völker reifte schon zu viel angeschlagene Brut heran. Viele Völker waren nicht mehr zu halten. Prölß stellte die Frage: "Bringt uns die Klimaerwärmung weiter milde Winter, und wird sich das Problem der Varroase verschärfen?"

Prächtige Entwicklungen


Die gesunden Völker hätten sich jedoch prächtig entwickelt. Anfang Juni folgte die Einbringung der Frühtracht. Erfolgreich verlief auch die Arbeit mit den Reinzucht-Carnica-Königinnen auf der Belegstelle "Am Kühweiher" durch Manfred Bergler und Prölß. Prölß nannte als Schwerpunkt der Monatsschulungen zur Varroa-Problematik das Drohnenbrutschneiden und Bilden von Brutwabenablegern sowie Ameisensäure-Behandlungen bis hin zur totalen Brutentnahme. Pollenflug noch im Dezember bedeutete, dass die Vermehrung der Varroamilbe selbst im Winter weiterging. Vertreten war der IBZV bei der Frühjahrs- und Herbstkreisversammlung und der Hauptversammlung des Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald, am Oberpfälzer Imkertag in Aschach sowie am 50-jährigen Jubiläum des Patenvereins Mantel. Beim Familientag feierte der Verein den 30. Jahrestag der Wiedergründung.

Mit einer positiven Meldung wartete Prölß am Schluss auf: "Das amerikanische Faulbrut-Sperrgebiet an der Landkreisgrenze Amberg-Sulzbach ist aufgehoben. Davon waren vor allem auch Mitglieder aus Kaltenbrunn betroffen."

Vielfältiges Engegement


Auch finanziell braucht sich der IBZV keine Sorgen zu machen. Das zeigte die erfreuliche Bilanz von Wolfgang Wagner. Der Gewinn von fast 1000 Euro verdeutlichte die solide Basis. "Fleißig wie die Bienen" - mit diesen Worten dankte Bürgermeistervertreter Herbert Rudolph den Imkern, die aktiv das Vereinsleben im Markt mitprägten, für ihre Arbeit für die Natur, Ökologie und Gesellschaft.
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