Fünftklässler erfahren im Geozentrum an der KTB viel Neues über unsere Erde
Mit Holzpuzzle und Lavalampe

Ein Blick ins Geozentrum an der KTB. Bild: KTB
Vermischtes
Weiherhammer
11.08.2015
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Eine ungewöhnliche Erdkundestunde erlebte die 5. Klasse der Mittelschule Weiherhammer in der Umweltstation Geozentrum an der KTB in Windischeschenbach. Im Unterricht behandelten die Schüler die Entstehung der Erde und wollten sich nun darüber noch genauer informieren. Dazu eingeladen hatte das Bayernwerk.

Eifrig gepuzzelt

Betreuer Gernot Köcher teilte zuerst vier Gruppen ein. Dann sollten die Schüler mit einem Holzpuzzle die Kontinente in ihrer heutigen Lage legen. Sie konnten dazu einen Globus und eine große Wandkarte zu Hilfe nehmen. Anschließend sollten die Fünftklässler versuchen, mit allen Puzzleteilen eine Fläche zu legen. "Dies ist der Urkontinent Pangäa", erklärte Köcher.

Die Entstehung der heutigen Kontinente durch die Kontinentalverschiebung zeigte er den Kindern ebenfalls. Dabei erfuhren die Schüler, dass Indien als Subkontinent bezeichnet wird.

Die Buben und Mädchen staunten nicht schlecht, als Köcher erklärte, dass die Kontinentalplatten auch heute noch in Bewegung sind und wie Floße auf dem Magma schwimmen. Das Prinzip der Magmaströmung erarbeitete eine Schülergruppe mit einer Lavalampe als Modell. Das heiße Magma steigt nach oben und bewegt sich dann unterhalb der Erdkruste nach links und rechts. Dabei kühlt es sich ab und sinkt nach unten. Hier erwärmt es sich wieder und steigt so wieder nach oben.

So entsteht ein kontinuierlicher Kreislauf, der auch für die Bewegung der Platten verantwortlich ist. Zur Zeit von Pangäa wurde der Druck von unten so stark, dass die Kruste brach und so die Kontinente nacheinander entstanden und in ihre heutige Lage "transportiert" wurden. Die Schüler erfuhren auch, dass an den Stellen, an denen die Erdplatten aneinander treffen, auch heute noch Erdbeben vorkommen. Dies sind aber auch die Stellen, an denen sich Gebirge gebildet haben. Schließlich durften die Fünftklässler in Gruppen mehr über den Schalenaufbau lernen und die einzelnen Schichten mit den entsprechenden Namen, der Temperatur und der Dicke kennzeichnen.

Hohes Gebirge

Zu Beginn der anschließenden Führung hieß es, dass das KTB in Windischeschenbach das tiefste, heißeste und teuerste offene Bohrloch der Welt sei. Der Grund für diesen Standort ist die Tatsache, dass es dort vor rund 350 Millionen Jahren ein Gebirge gab mit bis zu 8000 Metern Höhe. Im Ausstellungsraum informierten sich die Kinder an den verschiedenen interaktiven Schautaufeln intensiver über das "System Erde". Am meisten Spaß machte dabei der Erdbebensimulator.

Klasse 5 der MittelschuleWeiherhammer
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