Gospelchor "Hope and Joy" in München
Begeisternder Auftritt

Der Gospelchor "Hope and Joy" aus Weiherhammer beeindruckte vor der imposanten Kulisse im Herkulessaal in der Münchener Residenz. Bild: sei
Vermischtes
Weiherhammer
15.01.2016
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Der Gospelchor "Hope and Joy" glänzte beim Gastspiel in München im Herkulessaal der Residenz. Dabei riss der Chor unter der Leitung von Remona Fink das Münchener Publikum von den Sitzen.

Mit zwei Stunden glanzvollem Konzert im beeindruckenden Herkulessaal ist es für den Chor aber nicht getan. Voraus ging eine intensive Probenzeit in den Weihnachtsferien, sogar am Dreikönigstag übten die Sänger drei Stunden mit der Band. Manfred Koller am Bass, Georg Fruth am Schlagzeug und Pianist Toby Mayerl fügten sich problemlos ein.

Ruhiger Auftakt


Knapp 1000 Zuschauer begrüßten die Oberpfälzer Gäste mit dankbarem Applaus, als Dominic Naujoks das Publikum aufforderte, auf den "Gospeltrain" aufzuspringen. "Bei dem sieht man nicht zu wie er vorbeirauscht, sondern man springt auf und fährt mit", sagte der evangelische Pfarrer. Zuerst genoss das Publikum ruhigere Lieder wie "We lift your names up high" oder "Come holy spirit". Naujoks berichtete wie er selbst Höhen und Tiefen erlebte und seine Seele geheilt wurde. Der Chor ließ "I am healed" folgen und es kam Leben ins Publikum, das begeistert mitgeklatschte. Viel Beifall erntete Jamila Fink mit ihrem Solo beim Jackson-Song "Will you be there".

Beim "Hallelujah" von Leonhard Cohen verzauberte Hanne Hermann neben Remona Fink als Solistin und die Chorleiterin drehte den Spieß um und forderte vom Publikum eine Zugabe. Die Zuschauer sangen den Refrain und erhielten Beifall vom Chor. Mit "Victory is mine" verabschiedeten sich die Sänger in die Pause.

Einige Zuhörer äußerten sich begeistert über den Oberpfälzer Gospelchor: "Kaum zu glauben, dass ihr aus der Oberpfalz und nicht aus Amerika kommt." Nach der Pause glänzte Hans Gallersdörfer beim gewaltigen "Halleluja Amen" als Solist. Dann konnten Chor und Publikum nicht mehr an sich halten. Bei Klassikern wie "Amazing Grace", als die Schauer an den Lippen von Remona Fink hingen, "Amen" und "Oh Happy Day" sang, klatschte und tanzte der ganze Saal mit. Bei "Shabach" gingen alle Hände in die Höhe, wogten hin und her und begleiteten die Choreographie des Chores.

Drei Zugaben


Bei "Amen" gingen die Chorsänger durch den Saal und reichten den Gästen die Hände. Nach über zwei Stunden forderten die gospelbegeisterten Münchner Zugaben und bekamen mit dem afrikanischen "Ezulwini", "When I woke this morning" und "Keep your Lamps" zu hören. Bei den a-capella-Stücken kamen die Stimmen besonders zur Geltung. Chor, Band und Remona Fink waren ob der Begeisterung der Zuhörer in der Landeshauptstadt überwältigt.

Ungewöhnliche RahmenbedingungenFür zwei Stunden im Rampenlicht war das Ensemble 14 Stunden unterwegs. Die Adresse war bekannt, doch wie kommt der Bus an den Bühneneingang? Über eine Parallelstraße zur Maximilianstraße. Dabei hätte der Bus durch einen Torbogen fahren müssen, da passte er aber nicht durch. Also mussten das Ensemble aussteigen, ausladen und Instrumente schleppen. Als "Hope and Joy" ankam, waren die Garderoben noch belegt. Aus den Lautsprechern waren Walzer zu hören und einige Mitglieder wagten ein Tänzchen. Das Ensemble war schon im Gasteig aufgetreten. Ähnlich schön eingerichtete Garderoben, Getränke und Snacks hätten sich die Chormitglieder auch in der Residenz erwartet. Sie wurden enttäuscht. In den Räumlichkeiten hinter der Bühne herrschte der Charme eines Schulhausflures der 50er Jahre. Der Soundcheck gestaltete sich schwierig, da die Technik auf einen klassischen Chor ausgerichtet war. (sei)
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